Bis 2026 soll jede Schule in Schleswig-Holstein „Lernen durch Engagement“ anbieten können

NORDMETALL-Stiftung / Christian Augustin
Glückliche Kooperationspartner (v. l.): Petra Fojut, Abteilungsleiterin Fort- und Weiterbildung des IQSH, Marion Schlüter, LdE-Projektleiterin in Schleswig-Holstein, Dr. Dorit Stenke, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Thomas Lambusch, Vorstandsvorsitzender der NORDMETALL-Stiftung, Kirsten Wagner, Geschäftsführerin der NORDMETALL-Stiftung; hinten: Schülerinnen und Schüler der Grundschule Russee.

„Das Projekt ,Lernen durch Engagement‘ stellt eine große Bereicherung für unsere Schulen dar. Die Jugendlichen engagieren sich sozial in ihrer Stadt, ihrer Gemeinde, bearbeiten ökologische Themen, entwickeln Projekte, die gewohnte Alltagsprozesse verändern und verbessern“, sagte Dr. Dorit Stenke, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung „Lernen durch Engagement – für unsere Gesellschaft in Vielfalt“ (LdE). Stenke betonte, dass es von großer Bedeutung für die gesamte Gesellschaft sei, den Jugendlichen zu vermitteln, „dass sie selbst wirksam und nachhaltig zu Veränderungen beitragen, Menschen helfen, Umwelt bewahren können – dass das Private und Politische zusammenhängen, und dass das auch keine Frage des Alters ist“. Die jetzt geschlossene Vereinbarung zwischen Bildungsministerium, IQSH, NORDMETALL-Stiftung, Stiftung Lernen durch Engagement und dem landesweiten LdE-Kompetenzzentrum soll es jeder Schule in Schleswig-Holstein ermöglichen, diese besondere Lehr- und Lernform bis Ende 2026 fest in ihr jeweiliges pädagogisches Angebot aufzunehmen.

Bereits Ende Mai hatte das Bildungsministerium das Curriculum „Lernen durch Engagement – Fit for Future“ für den Wahlpflichtunterricht der Klassen 7 bis 10 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien genehmigt. Nun bekräftigten die Projektpartner ihre weitere Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung. Ort dieses symbolischen Akts war die Grundschule Russee in Kiel, eine von rund 50 Schulen in Schleswig-Holstein, an denen LdE bereits umgesetzt wird.

„Seit Beginn der Förderung durch die NORDMETALL-Stiftung im Jahr 2017 ist LdE in Schleswig-Holstein über die Maße erfolgreich: Rund 50 Schulen im Land begeistern Schülerinnen und Schüler mithilfe von LdE für ehrenamtliches Engagement. Wir freuen uns außerordentlich, dass das Ministerium diese Erfolgsgeschichte fortschreiben wird und unterstützen gern dabei“, sagte Thomas Lambusch, Vorstandsvorsitzender der NORDMETALL-Stiftung.

Mit seinem innovativen und integrativen Ansatz stärkt LdE das zivilgesellschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen – und damit den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Im Unterricht entwickeln Jugendliche eigene Projekte, in denen sie sich inner- und außerhalb ihrer Schule sozial, ökologisch, politisch oder kulturell engagieren. Begleitet werden sie dabei von ihrem Fachlehrer.

Birkheid Torff, Schulleiterin der Grundschule Russee: „LdE zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass sie selbst durch ihre Ideen, ihr Handeln etwas verändern können. Das macht sie selbstbewusst und mutig, auch Schwierigeres anzugehen. Sie erleben sich als Teil einer Gemeinschaft, in der jeder seinen Beitrag zum Ganzen leistet.“

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Russee stellten das Projekt „Elterntaxi: Stopp!“ vor: In der 4. Klasse beschäftigen sich die Kinder mit der Sicherheit auf dem Schulweg. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto vor der Schule absetzen, erhöhen durch das Parken in zweiter Reihe das Unfallrisiko. Die Kinder setzen sich dafür ein, dass ihre Mitschüler zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen und organisieren „Elterntaxi“-Ausstiegshilfen.

Mehr unter www.nordemtall-stiftung.de

Kontakt

Birte Bühnen

040 / 6378-5947

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