Sie haben sich noch nicht für das Transparenzregister eingetragen?

Seit mehr als einem Jahr gibt es nun das neue Geldwäschegesetz, das Geldwäsche und Terrorfinanzierung verhindern soll. Ein wesentlicher Baustein war die Einführung des Transparenzregisters zur Erfassung der „wirtschaftlich Berechtigten“ aller privatrechtlichen Vereinigungen. Dazu zählen beispielsweise Kapitalgesellschaften, Vereine, trust-ähnlichen Strukturen und auch Stiftungen.

Bußgelder in empfindlicher Höhe können für jene Organisationen verhängt werden, die sich bisher noch nicht eingetragen haben. Mittlerweile hat das Bundesverwaltungsamt unter der Rubrik „häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Transparenzregister" erste Auslegungs- und Anwendungshinweise und auch einen aktuellen Bußgeldkatalog veröffentlicht. Parallel wird zum Beispiel über die Stiftungsverzeichnisse der Länder abgeglichen, welche Stiftungen noch nicht im Transparenzregister gemeldet sind. Diese Stiftungen werden zunehmend mit Bußgeldern belegt. 

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat sich an das Bundesverwaltungsamt gewendet, um Verwarnungsgelder für gemeinnützige Stiftungen abzuwenden. Denn bei vielen der betroffenen gemeinnützigen Stiftungen handelt es sich um solche, die zwar mit großem Engagement aber ehrenamtlich geführt werden. Auch hat keine offizielle Stelle rechtzeitig über Pflichten von Stiftungen im Zusammenhang mit dem Transparenzregister informiert. Es handelt sich häufig um Nicht-Mitglieder im Verband, die daher auch nicht von der Verbandskommunikation profitiert haben. Darüber hinaus ist es auch möglich, Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld auszusprechen.

Das aktuelle FAQ des Bundesverwaltungsamtes haben wir zum Anlass genommen, unsere Anwendungshilfe zu aktualisieren. Sie haben sich noch nicht eingetragen? Holen Sie das noch heute nach: 

Jetzt einloggen und herunterladen: Aktualisierte Anwendungshilfe Transparenzregister für Stiftungen

Über die Autorin

Dr. Verena Staats war von 2009 bis 2019 beim Bundesverband Deutscher Stiftungen als Leiterin des Justiziariats tätig. Seit April 2019 arbeitet die Rechtsanwältin als Senior Associate bei PP Pöllath + Partners.

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