Jüdische Architektur in Hamburg

Stiftung Denkmalpflege Hamburg

Die aktuelle Debatte um eine Rekonstruktion der Bornplatzsynagoge in Hamburg lässt unter anderem den Schluss zu, dass sich die Vorstellungen eines Gedenkens an den 9. November 1938 und den Verlust zahlreicher Synagogen ebenso verändern wie die Vorstellungen von der Bauaufgabe Synagoge selbst. Die Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem baulichen Erbe erhaltener ebenso wie mit den Grundstücken zerstörter Synagogen stellte sich seit 1945 immer wieder neu. Sie berührt Fragen nach der Darstellung des Verlustes ebenso wie nach (angemessenen) Nutzungen für erhaltene, aber nicht mehr benötigte Synagogen und besetzt damit ein ausgesprochen interdisziplinäres Feld, in das die Architekturgeschichte, die Denkmalpflege und die Geschichtswissenschaften ebenso einbezogen sind wie die Erinnerungskultur.
 

Programm:

  • Begrüßung
    Irina von Jagow, Stiftung Denkmalpflege Hamburg
    PD Dr. Andreas Brämer, Institut für die Geschichte der deutschen Juden

  • Vermeintliche Präzision. Zum Umgang mit Rekonstruktionszeichnungen in der Synagogenforschung
    Dr. des. Konstantin Wächter, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg   
     
  • Vom „Nutzen“ historischer Synagogen. Konzepte des Umgangs mit einem komplexen Erbe
    PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, TU Braunschweig

  • Verletzlichkeit in der Zerstörung von Architektur. Beobachtungen zur Debatte um den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge in Hamburg
    Prof. Dr. Susanne Krasmann, Universität Hamburg    

Moderation: Dr. Alexandra Klei, Institut für die Geschichte der deutschen Juden 

20. April 2021, 18.30-20.30 Uhr         

Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Den Zugangslink (Zoom) erhalten Sie nach Anmeldung unter info@denkmalstiftung.de bis 16. April 2021, 12 Uhr.

 

Weiterführender Link
Veranstaltungsort

20355
Hamburg