Gewalt in Partnerschaften ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema, doch für viele Frauen bittere Realität. „ Für zahlreiche betroffene Frauen bedeutet der Schritt aus einer gewalttätigen Beziehung oftmals den kompletten Neuanfang, häufig als alleinerziehende Mutter“, erklärt Kornelia Kofalk, Vorstandsmitglied der Marianne Bock Gedächtnis-Stiftung und der Helene Wilken Stiftung. „Genau an dieser Stelle dürfen die Frauen nicht allein gelassen werden.“
Viele dieser Frauen stehen nach ihrer Trennung vor enormen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, schnelle und unbürokratische Unterstützung zu erhalten. An dem Punkt setzen die Marianne Bock Gedächtnis-Stiftung aus Lüneburg und die Helene Wilken Stiftung aus Hamburg an. Beide Stiftungen arbeiten unter einem Dach zusammen www.alleinerziehen.de.
Als Vermieterin des Lüneburger Frauenhauses und Anbieterin von Wohnungen für Alleinerziehende bietet die Marianne Bock Gedächtnis-Stiftung gemeinsam mit der Helene Wilken Stiftung ein breites Hilfsnetz.
Dazu gehören:
- Finanzielle Soforthilfe in akuten Notlagen
- Hilfen bei der Beschaffung dringend benötigter Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel einen Kühlschrank
- Rechtliche Expertise durch eine im Vorstand aktive Anwältin, die spezialisiert ist auf Familienrecht
- Wohnraumangebote für alleinerziehende Frauen, um einen sicheren Neustart zu ermöglichen
Da der Bedarf an Schutz- und Hilfsangeboten für Frauen aus gewaltbelasteten Beziehungen stetig steigt, plant die Stiftung gemeinsam mit der Stadt Lüneburg den Bau eines neuen, größeren Frauenschutzzentrums, berichtet der Vorstandsvorsitzende der beiden Stiftungen Jürgen Harms.
Die umfangreichen Unterstützungsleistungen, von Notfallhilfen über Wohnungsangebote bis hin zum großen Zukunftsprojekt des Frauenschutzzentrums, sind ohne Spenden nicht möglich. „Deshalb brauchen wir Menschen, die uns unterstützen“, appellieren Kerstina Peck und Sigrid Ruth, Vorstandsmitglieder beider Stiftungen. „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass alleinerziehende Frauen und ihre Kinder nicht in einer Gesellschaft zurückgelassen werden, die ihnen zu wenig Schutz und Unterstützung bietet.“
Die Marianne Bock Gedächtnis-Stiftung (Lüneburg) und die Helene-Wilken-Stiftung (Hamburg) nehmen am diesjährigen Stiftungstag in Hamburg teil, der am 20./21.5.26 im CCH stattfindet. Dort sind wir mit dem Förderdeck der Hamburger Sparkasse im Forum des Deutschen Stiftungstages vertreten.
Informationen dazu sind unter stiftungstag.org zu finden.