Die Agenda 2030 macht Hoffnung

Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030
Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030

Wenn wir über die Agenda 2030 sprechen, denken wir meist an die 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung. Sie sind ohne Frage ambitioniert und wurden in einer Zeit formuliert, als wir die Auswirkungen des Klimawandels noch längst nicht so stark im Alltag erlebt haben und wir uns einen Krieg in Europa nicht vorstellen konnten.

Mehr als je zuvor sehen wir heute deutlich die wechselseitigen Wirkungen, die in unserem Zusammenleben erschweren. Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur schreckliche Auswirkungen auf die Menschen im Land selbst, sondern auf alle Menschen weltweit: Millionen sind auf der Flucht. In Afrika und anderen Regionen sind die Lebensmittel knapp, überall auf der Welt sehen wir Inflation und steigende Preise. Der Krieg bindet Aufmerksamkeit und Geldsummen, die eigentlich zur Umsetzung der 17 Ziele und des Klimaschutzes dringend notwendig wären.

Eine friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaft ist das Ziel

Die Präambel der Resolution der Vereinten Nationen, mit der die Agenda 2030 im Jahr 2015 verabschiedet wurde, betont die drei grundlegenden universellen Werte, die ihr – und damit den 17 Zielen – zugrunde liegen: Ein Ansatz, der auf Menschenrechten basiert. Die Maxime, niemanden in der Entwicklung zurückzulassen. Und die Gleichstellung und Stärkung der Frauenrechte.

„Wir sind entschlossen, friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften zu fördern, die frei von Furcht und Gewalt sind. Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden.“
Vereinte Nationen, Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, 2015

Die Präambel weist zudem sehr deutlich auf die Korrelation von Frieden und nachhaltiger Entwicklung hin: Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden.

Niemanden zurücklassen

Heute wird, mehr denn je zuvor, deutlich, wie wichtig der Aspekt des „niemanden Zurücklassens“ ist. Die seit nun über zwei Jahren andauernde Pandemie und der Krieg in der Ukraine treffen zuallererst die Schwächsten der Gesellschaft. In vielen Ländern steigt die Zahl jener Menschen wieder, die kaum Nahrungsmittel oder Energie bezahlen können. Auch in Deutschland beobachten wir, dass immer mehr Menschen damit kämpfen, im Leben gut über die Runden zu kommen. Wo die Armut unter Kindern und Senioren wieder zunimmt, wird die Solidarität der Gemeinschaft umso wichtiger. Wenn die Not groß ist, wird das gemeinsame Finden von Lösungen zum wichtigen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Mut, Zuversicht und Hoffnung

Der Text der Resolution für die Agenda 2030 mag kompliziert und in einer administrativ-politischen Sprache geschrieben sein. Und doch vermittelt er beim Lesen immer wieder Mut und Hoffnung: Gemeinsam können wir es schaffen, in einer Welt des Friedens und Wohlstands zu leben und gleichzeitig Umwelt und Klima zu schützen. Das gilt gerade auch in diesen Zeiten, die durch Krieg und Unsicherheit mit allen daraus folgenden Konsequenzen geprägt sind. Die Resolution erwähnt deutlich alle zentralen Elemente, die es für ein lebenswertes Leben braucht, und die Agenda 2030 ist der Aktionsplan dafür, das zu erreichen.

Amina Mohammed, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, 2022: „Die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung war nie einfach. Jetzt ist es noch schwieriger. Aber es ist immer noch möglich. Die Umsetzung der Ziele erfordert politische Entscheidungen, die mit der Agenda 2030 im Einklang stehen, eine klare Ausrichtung auf die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C und eine besondere Betonung darauf, niemanden zurückzulassen.“

Beispiele für erfolgreiches Stiftungswirken

Wie sieht die konkrete Umsetzung anhand der Nachhaltigkeitsziele in der Praxis aus? Zahlreiche Beispiele, wie durch Stiftungswirken die Agenda 2030 unterstützt wird, finden Sie in dem Bericht Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit – Das Potenzial des Stiftens für die SDGs, und dort ganz besonders im Kapitel Vielfalt und Kreativität.

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen auf dem Deutschen Stiftungstag vom 28.-30.9.2022 in Leipzig gemeinsam weitere Lösungen und Partnerschaften zu entwickeln.

Kontakt

Annette Kleinbrod

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