Zum Weltparkinsontag am 11.April: Hilde-Ulrichs-Stiftung füllt ihr Jahresthema „2021: Parkinson und Frauen“ mit Leben

Der kleine Unterschied… – ist in Wirklichkeit ein ganz großer

Die Körper von Frauen sind anders aufgebaut, werden anders krank, und die weibliche Psyche reagiert auf eigene Art und Weise. Deshalb brauchen Frauen eine andere Medizin, andere Therapien und Verarbeitungsstrategien. Bislang wird dies in der Medizin jedoch noch zu wenig berücksichtigt. Für die Hilde-Ulrichs-Stiftung ist dies Grund genug ihr Jahresaktionsmotto „2021: Frauen und Parkinson“ zu überschreiben und wichtige Aufklärungsarbeit auf diesem Gebiet zu leisten. 

1. „KREATE: künstlerischer Dialog zu Kreativität und Parkinson“. Am Sonntag, 11. April 2021 sprechen Frauen unter diesem thematischen Dach darüber, wie sich die Erkrankung auf ihre kreativen Schaffensprozesse auswirkt und ihre Kreativität sich durch Parkinson verändert hat. Mitzuerleben ist das auf dem Youtube-Kanal der Hilde-Ulrichs-Stiftung am 11. April um 11:00 Uhr. Das Video endet mit einer Performance, bei der Amy Carlson (Botschafterin der Davis Phinney Stiftung, USA) und May Evers von der Hilde-Ulrichs-Stiftung tanzen und die Künstlerin Almut Knebel dazu malt. Die so entstandenen Bilder überlässt die Künstlerin der Hilde-Ulrichs-Stiftung für eine Versteigerung, die bis zum 18. April 2021stattfindet. Das Video wird zusammen mit weiteren Online-Veranstaltungen aus vielen Ländern der Welt zum Thema Parkinson auf dem Youtube-Kanal der globalen Aktion gezeigt.

2. „‘Wecke die Diva in Dir‘: eine Workshop-Reihe für Frauen mit Parkinson“ will vieles sein: bunt, persönlich, laut ebenso wie leise, individuell, ausufernd, bereichernd, überbordend und vieles mehr. Und sie betont den Unterschied – denn Gemeinsames zwingt die Krankheit schon genug auf. Mit diesem Angebot möchte die Hilde-Ulrichs-Stiftung Frauen mit Parkinson Gelegenheit geben, sich in einem geschützten Rahmen über Themen auszutauschen, die sich vor dem Hintergrund der Erkrankung anders ausleuchten als ohne diese.

Die Workshops stellen jeweils ein Thema in den Mittelpunkt, das mit einem Impuls eingeleitet wird und den offenen Austausch erleichtern. Übungen zur Entspannung und zum Wohlfühlen runden jeden Block ab. Entscheidend ist: Jenseits der Beschäftigung mit dem eigentlichen Thema geht es immer um das Selbstwertgefühl und den achtsamen Umgang mit sich und dem, was uns ausmacht. Die Frauen bestärken sich gegenseitig und erfahren, dass es richtig und wichtig ist, „die innere Diva zu wecken“ und auch mal sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Die Workshop-Reihe findet digital statt. Die Teilnahme ist anmeldepflichtig, kostenlos und auf jeweils 20 Personen begrenzt. 

Termine: 16.4., 23.4., 30.4., 7.5., 21.5. jeweils 17:00 Uhr – 19:00 Uhr

Anmeldung über: www.aktive-parkinsonstiftung.de/foerdern/frauen-parkinson

3. Den Dreiklang in der kreativen Beschäftigung mit sich selbst rundet der „Tupfeltag – Ich bin schön. PUNKT! Ein kreativ spielerisches und inklusives Gruppenerlebnis für Menschen mit Parkinson“ ab. Das von der Aktion Mensch geförderte Angebot soll Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, sowie deren Angehörigen die Möglichkeit geben, den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Zentrales Element des Angebots ist eine Teilkörperbemalung an Kopf, Hals, Schultern und Dekolleté. Die Teilnehmer:innen lernen dabei ihren eigenen Körper, der sich durch die Erkrankung verändert und der viele von ihnen zunehmend verunsichert, in einer anderen und neuen Art kennen und wieder anzunehmen. Dabei stehen Kreativität und Aktivität im Vordergrund des Geschehens.  Die strahlenden Gesichter auf den Fotos, die zum Abschluss des Workshops in freier Natur aufgenommen werden, untermalen dieses neue Selbstwertgefühl eindrucksvoll. Aus den entstandenen Arbeiten wird im Anschluss eine Ausstellung erfolgen.

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung ist eine unabhängige Beratungs- und wichtige Anlaufstelle für Patient*innen mit der Erkrankung. Sie fördert als erste private Stiftung in Deutschland explizit die diesbezügliche Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsstrategien ebenso wie die Anpassung von Sport- und Bewegungstherapien an die Erfordernisse der Erkrankung. Das Engagement soll ermutigen und dabei unterstützen, möglichst lange beweglich zu bleiben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zudem vergibt die „HUS“ in zweijährlichem Turnus ihren mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis. 

Kontakt

Janine Hein

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