Zum Weltparkinsontag am 11. April: Inka Schneider wird neue Schirmherrin der Hilde-Ulrichs-Stiftung

Inka Schneider

Runter vom Sofa, rein ins Leben: Das möchte man so manchem an Parkinson Erkrankten zurufen. Vielleicht hören viele Betroffene künftig besser zu, denn – eine neue Stimme wird den Chor der Rufenden unterstützen: Inka Schneider, Journalistin und Moderatorin von „DAS“ im NDR, einem der erfolgreichsten Talk-Formate im deutschen Fernsehen. Auf dem mittlerweile legendären „Roten Sofa“ führt die Journalistin seit 17 Jahren Gespräche mit prominenten Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Unterhaltung. Ihre Erfolgsformel? „Menschen ernst nehmen, Menschen mitnehmen, Menschen begeistern“, sagt Inka Schneider. Und damit ist sie bei der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung – kurz „HUS“ – genau richtig.

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung will darauf hinwirken, dass Betroffene durch eigenverantwortliches Handeln ihr Leben mit der Erkrankung möglichst positiv gestalten. Und so wundert es nicht, dass der Blick der Stiftung schnell auf Inka Schneider fiel, als sie Ausschau hielt nach einer engagierten und sich engagierenden, Mut machenden und einfach durch und durch Lebensfreude versprühenden Persönlichkeit. Eine Persönlichkeit, die das verkörpert, wofür die Hilde-Ulrichs-Stiftung steht.

Zwar fördert die HUS auch (im nicht-medikamentösen Bereich) klassisch wissenschaftliche Projekte zu neuen Behandlungsoptionen und Alternativen gängiger Therapien, vor allem aber engagiert sie sich für Hilfen zur Selbsthilfe, zeigt Betroffenen in umfassender Breite, was jene alles tun können – nur: Umsetzen muss es dann jeder selbst. „Das entspricht mir“, sagt Inka Schneider. „Das passt zu meinem Verständnis vom Leben!“ Ebenso gefalle ihr, dass die Stiftung die parkinson-spezifische Anpassung von Sporttherapien und Bewegungsformen unterstützt wie bereits bei Tanz und Tai-Chi – oder die Förderansätze zusammenführt wie in einer im März 2021 auf den Weg gebrachten wissenschaftlichen Studie zu der Frage, ob und inwieweit therapeutisches Reiten bei der Krankheit hilft.

Krankheitszahlen nehmen rasch zu – Aufklärung tut Not

„Die Zahlen der an Parkinson Erkrankten nehmen seit einiger Zeit spürbar zu: Umso wichtiger ist es, auf die Krankheit aufmerksam zu machen“, sagt Dr. Christian Jung, seit März 2021 neuer Vorsitzender des Kuratoriums der Hilde-Ulrichs-Stiftung. Die Betroffenen sollten zudem drei Botschaften verinnerlichen: „Erstens – gib nicht auf! Zweitens: Zieh‘ dich nicht zurück aus dem sozialen Leben; nimm teil, woran du teilnehmen willst – so gut es geht, so häufig es geht. Drittens: Versuche immer wieder, Leben neu zu lernen!“ Auch wenn das nicht durchweg leichtfalle, die Last manchmal schwer sei. Doch in den vergangenen Jahren haben sich die Therapiemöglichkeiten so weit verbessert, dass man auch nach der Diagnose noch optimistisch in die Zukunft schauen und hoffen kann, lange Zeit mit der Krankheit gut leben zu können – eigenes Zutun vorausgesetzt. Auch um diese Gedanken stärker nach außen zu tragen, ist Schirmherrin Inka Schneider mit ihrer klaren, gewinnenden Art ein Glücksgriff.

Die Journalistin hatte bis dato kaum Bezug zur Parkinsonkrankheit: „Jetzt lerne ich jeden Tag dazu und bin erstaunt, wie sehr die Erkrankung in das Leben, den Alltag der Betroffenen eingreift; was sie alles verhindert, was sie aber auch an persönlichen Entwicklungen für die Betroffenen bereithält“, sinniert Schneider. „Es muss bekannter werden, wie lange man meist selbstbestimmt leben kann, wenn man richtig behandelt wird – und sich selbst richtig behandelt“, fügt sie hinzu. Sie freut sich zugleich, dass sie zur Hilde-Ulrichs-Stiftung als Schirmherrin just in dem Moment stößt, in dem das alljährlich wechselnde Leitmotiv„2021: Frauen und Parkinson“ lautet. Wie man seit kurzem weiß (und auch Anfang März 2021 beim Deutschen Parkinson-Kongress berichtet wurde), gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die Krankheit bei Frauen und Männern in Nuancen anders verläuft.

„Wir informieren zunehmend detailliert über all die Facetten der multifaktoriellen Krankheit“, sagt Stephanie Heinze, langjährige HUS-Vorstandsvorsitzende, die für ihr Engagement gerade mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet wurde. Die Stiftung möchte dabei neben den Erkrankten auch Familienmitglieder, Freunde und Arbeitskollegen erreichen. Ihnen allen soll zum Wohl der eigentlich Betroffenen Mut gemacht werden. „Mit einfachen Worten eine komplexe Welt erklären“, sei ihr oberstes Leitmotiv bei allem, was sie tue, sagt Inka Schneider. Was besser als dies könnte das Wirken der HUS wie auch Schneiders Engagement für die Belange der Erkrankten erfassen?

Zur Person

Inka Schneider hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin studiert und war Stipendiatin der RIAS Berlin Stiftung und des German Marshall Funds for Young European Leaders. Sie hat beim WDR in Köln volontiert und als Moderatorin und Redakteurin für das ARD-Morgenmagazin gearbeitet. 2001 wurde Inka Schneider Korrespondentin im ARD-Studio Washington, seit 2003 moderiert sie verschiedene Sendungen im NDR Fernsehen: unter anderem zwölf Jahre das Medienmagazin Zapp und seit 17 Jahren das erfolgreiche Talkformat „DAS“ (18.45 – 19.30 Uhr allabendlich). Sie gehört seit vielen Jahren zum Rateteam der SWR Sendung „Ich trage einen großen Namen“ und coacht Moderator*innen, Reporter*innen und Entscheider*innen aus der Wirtschaft.

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung ist eine unabhängige Beratungs- und wichtige Anlaufstelle für Patient*innen mit der Erkrankung. Sie fördert als erste private Stiftung in Deutschland explizit die diesbezügliche Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsstrategien ebenso wie die Anpassung von Sport- und Bewegungstherapien an die Erfordernisse der Erkrankung. Das Engagement soll ermutigen und dabei unterstützen, möglichst lange beweglich zu bleiben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zudem vergibt die „HUS“ in zweijährlichem Turnus ihren mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis.

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
www.aktive-parkinsonstiftung.de

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BIC:    BFSWDE33MNZ

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Stephanie Heinze

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