Wiedereröffnung der Staatsbibliothek zu Berlin im Februar 2021

Ab 1. Februar 2021 heißt die Staatsbibliothek zu Berlin ihre Nutzer im glanzvoll sanierten Haus Unter den Linden willkommen – Eröffnungsfeier am 25. Januar mit einer Festrede von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble

Generalsaniert und modernisiert, mit einem Allgemeinen und sechs Lesesälen für die Sondersammlungen, mit Gruppenarbeitsräumen und einem weitläufigen Informationszentrum ausgestattet – so empfängt ab   1. Februar 2021 die Staatsbibliothek zu Berlin in ihrem Haus Unter den Linden wieder Forscherinnen und Forscher aus aller Welt, sofern dies pandemiebedingt möglich sein wird.

Wenige Tage zuvor, am 25. Januar 2021, wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mit einer online übertragenen Festrede diesen bedeutenden Moment in der 360 Jahre langen Geschichte des Hauses würdigen – im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger und der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin Barbara Schneider-Kempf.

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird dann wieder – sofern es die Pandemie-Restriktionen zulassen – mit ihrem vollen Dienstleistungsspektrum an ihren beiden großen Standorten zur Verfügung stehen: dem Haus Potsdamer Straße, der Forschungsbibliothek der Moderne, und dem Haus Unter den Linden, der Historischen Forschungsbibliothek.

Die Generalinstandsetzung und Modernisierung des Gebäudes Unter den Linden war im Herbst letzten Jahres weitgehend abgeschlossen. Die zuständige Bauverwaltung, das Bundesamt für Bauwesen und Raum-ordnung, übergab nach 15-jähriger Planungs- und Bautätigkeit symbolisch den Schlüssel für das Haus Unter den Linden. Dem folgten die Umzüge umfangreicher Bestände und zahlreicher Büros aus mehreren Zwischen-Standorten sowie diverse Rückbauarbeiten. Unter anderem war der Eingang dieses größten historischen Baukomplexes im Zentrum Berlins an den Boulevard Unter den Linden zurückzuverlegen. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mussten alle Arbeiten unterbrochen und später zeitlich gestreckt werden.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Wir erhalten ein einzigartiges Haus, das Alt und Neu verbindet, ein hochmodernes Leistungszentrum, eine Schatzkammer der kulturellen Überlieferung, eine Kathedrale des Wissens und freuen uns, dass wir es bald für die öffentliche Nutzung übergeben können. Dass Bundestags-präsident Wolfgang Schäuble diesen historischen Moment in der Ge-schichte des Hauses mit seiner Anwesenheit und Rede unterstreicht, verweist auf die Bedeutung der Institution mit ihren weltweit einmaligen Beständen sowie auf die Wiedergewinnung eines Marksteins im historischen Zentrum Berlins. Ich danke der Generaldirektorin und allen Mitarbeiter*innen der Staatsbibliothek, dass sie in der langen Bauzeit immer für eine wenn auch eingeschränkte öffentliche Nutzung gesorgt und nun das Haus für die Wiedereröffnung vorbereitet haben.“

Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: „Rund einhundert Jahre umspannt die Architektur des Gebäudes wie auch die Ausgestaltung der Lesesäle mit den 663 Arbeitsplätzen. Das 1914 eingeweihte Gebäude hatte in den Jahren des Zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer schwere Schäden davongetragen, welche erst nach der deutschen Wiedervereinigung systematisch sowie mit hohem planerischen und finanziellen Einsatz seitens des Bundes beseitigt werden konnten. Dass dieses gewaltige Bauvorhaben stets die Unterstützung der Öffentlichkeit fand, unterstreicht die Bedeutung der Institution, die für die Überlieferung von unikalen Sammlungen ebenso steht wie für eine herausragende Qualität bibliothekarischer Leistungen für Forschung und Kultur. In den hoch-modernen Magazinen und Tresoren befinden sich jahrhundertealte Zeugnisse des Denkens und Schaffens, darunter Schätze von Welt-geltung wie Beethovens Sinfonien Nr. 3, 5 und 9 oder die Nachlässe von Alexander von Humboldt und Dietrich Bonhoeffer.“

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Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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