Neuer Schulleitungsmonitor Deutschland startet als Kooperationsprojekt

Wübben Stiftung gGmbH

Düsseldorf. Im kommenden Jahr startet die Wübben Stiftung den neuen Schulleitungsmonitor Deutschland als Kooperationsprojekt zwischen der Wübben Stiftung und Prof. Dr. Pierre Tulowitzki (Fachhochschule Nordwestschweiz), Prof. Dr. Marcus Pietsch (Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Dr. Colin Cramer (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Jana Groß Ophoff (PH Vorarlberg). 

Starke Schulen brauchen starke Schulleitungen, gerade in Schulen in sozioökonomisch schwachen Lagen. Die Wübben Stiftung engagiert sich seit Jahren dafür, Schulleitungen bei der Weiterentwicklung ihrer Schulen und bei ihrer Entwicklung als Führungskräfte zu unterstützen. Dafür benötigt es kontinuierliche Erkenntnisse zur Situation der Schulleitungen in Deutschland.
 
Das Forschungsteam geht vor diesem Hintergrund mit dem Schulleitungsmonitor Deutschland systematisch der Frage nach, was die Aufgabe der Schulleitung (un)attraktiv macht, welche Karrieremotive und Arbeitsplatzwechselabsichten Schulleitungen haben und welche Rolle Unterstützungsangebote (z.B. Mentoring) sowie Qualifizierungsmaßnahmen (Professionalisierung) spielen. Darüber hinaus wird untersucht, inwiefern diese Faktoren mit dem doppelten Anspruch an Schulleitungen in Verbindung stehen, Schulen in der Verwaltung stabil und effizient zu führen und zugleich Schulen anpassungsfähig und flexibel durch Schulentwicklung zu gestalten.  

Grundlage des Schulleitungsmonitors ist eine für Deutschland repräsentative Befragung von Schulleiterinnen und Schulleitern an allgemeinbildenden Schulen. Die Daten werden über ein unabhängiges Institut im Rahmen von Online-Befragungen erhoben. Das Projekt wird als Längsschnittstudie angelegt, sodass die teilnehmenden Schulleitungen im Abstand von mehreren Jahren wiederholt befragt werden. Dadurch können langfristig auch Entwicklungsverläufe und Trends abgebildet werden. Die erste Erhebung ist für Mitte 2022 geplant. Der neue Schulleitungsmonitor knüpft dabei an die Studie „Leadership in German Schools (LineS)“ an, in deren Rahmen zwischen 2019 und 2021 bereits Schulleitungen mit Blick auf ihre Karriereverläufe befragt wurden. 

Innerhalb der Wübben Stiftung wird der Schulleitungsmonitor Deutschland vom neu gegründeten impaktlab geleitet. Das impaktlab der Wübben Stiftung versteht sich als Think- und Actiontank für Leitungshandeln an Schulen in Deutschland. Auf der Basis wissenschaftlicher Analysen und praktischer Erkenntnisse entwickelt das impaktlab Impulse für die systematische Unterstützung und Professionalisierung von Schulleitungen. Das impaktlab wird zum Oktober seine Arbeit aufnehmen und der Öffentlichkeit vorgestellt.   

Kontakt

Tamara Endberg-Krenn

021193370818

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