Madagaskar: Kinder durch Bildung Zukunft schenken

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Eine gute Zukunft für die Kinder in Madagaskar ist Pater Bruno Razafimanantsoa SCJ ein wichtiges Anliegen

Pater Bruno Razafimanantsoa SCJ, der im Herz-Jesu-Kloster Freiburg gelebt und in Freiburg studiert hat, betreut als Kaplan im Norden seiner Heimat Madagaskar 42 Gemeinden. Er verfolgt ein großes Ziel: Er möchte eine Schule bauen, bestehend aus zwölf Klassenräumen für Gymnasium und Grundschule sowie eine Mensa.
Für Projekte wie dieses wurde die Pater Leo Dehon Stiftung gegründet. Sie ist die Dachstiftung für momentan sieben Unterstiftungen, die das Wirken der Herz-Jesu-Priester abbilden und nachhaltig unterstützen soll. Eine Unterstiftung dient der „Mission“ in den armen Ländern der Welt. Dort schenken die Herz-Jesu-Priester den Menschen das Lebensnotwendige und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Aus ihrer Ordensspiritualität heraus sehen die Herz-Jesu-Priester die Verpflichtung, sich überall auf der Welt für Menschen in Not und Armut einzusetzen. Mit einer Unterstützung der Pater Leo Dehon Stiftung hinterlassen Menschen Spuren, damit auch die Herz-Jesu-Priester Spuren hinterlassen können: in der Seelsorge, der praktischen Hilfe und dem Dienst am Nächsten.
In Madagaskar ist das derzeit besonders wichtig, denn die allgemeine Lage dort ist verheerend: In dem afrikanischen Inselstaat, ohnehin eines der ärmsten Länder der Welt, herrscht eine furchtbare Hungersnot. Durch die schlimmste Dürre seit 40 Jahren haben rund 1,3 Millionen Menschen kaum etwas oder gar nichts mehr zu essen. Am meisten leiden darunter die Kinder.
P. Bruno berichtet: „Viele der Kinder und Jugendlichen hier müssen hungern. Manche gehen ohne Frühstück zur Schule oder bekommen kein Mittagessen. Aber am schlimmsten ist es für mich, dass viele Mädchen und Jungen überhaupt keine Schule besuchen. Ihre Eltern können sich das Schulgeld nicht leisten. Sie sind so arm, dass es kaum zum Leben reicht.“
Armut in Madagaskar bedeutet in Zahlen konkret: 72 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als die Hälfte aller Kinder sind chronisch unterernährt, nur ein Drittel der Menschen hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und jeder dritte Einwohner kann weder lesen noch schreiben.
Die Schule, die allen Kindern offenstehen soll, wird in der Kleinstadt Andrebakely mit rund 23.000 Einwohnern gebaut. Der erste Bauabschnitt ist nahezu fertiggestellt, P. Bruno berichtet zuverlässig und regelmäßig, wie eingehende Spenden verwendet werden.
Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Ordenswebsite.

Kontakt

Pater Gerd Hemken SCJ

06321-875402

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