Führungswechsel in der Hilde-Ulrichs-Stiftung

Stephanie Heinze

Stephanie Heinze scheidet nach sieben Jahren unermüdlichen Engagements für Parkinson-Erkrankte aus dem Vorstand turnusgemäß am 31.12.2021 aus - sie wird der Stiftung als Botschafterin erhalten bleiben. 

Engagiert, klug, zuvorkommend, respektvoll und voller Ideen. Zugewandt, für jeden ein offenes Ohr – vor allem: warmherzig und ohne je nachzulassen im Einsatz für diejenigen, die wie sie an der Parkinson-Krankheit leiden. Zahlreiche Betroffene nahmen im Laufe der Zeit ihre Hilfe in Anspruch. Unzählige mehr werden es sein, die von ihrem Wirken profitieren, ohne sie jemals kennengelernt oder überhaupt von ihr gehört zu haben. Sie stieß etliches an, das im Großen wie im Kleinen Erkrankten half und allmählich Kreise zog. Und für manches zarte Projektpflänzchen setzte sie sich namens der Hilde-UIrichs-Stiftung mit allem Nachdruck ein und sorgte so dafür, dass erst einmal gedeihen konnte, was später für viele Erkrankte Rettungsanker werden sollte. 

Stephanie Heinze hat die Menschen mitreißen und begeistern können und – vielleicht am wichtigsten – die Menschen, zumal Erkrankte, mit sich selbst versöhnt: unschätzbare Werte in Zeiten wie diesen. Es erscheint kaum fassbar, was Stephanie Heinze in vergleichsweise kurzer Zeit bewegt hat – und: was sie auszeichnet. 

Hermann Terweiden, Stifter der Hilde-Ulrichs-Stiftung, holte Stephanie 2013 an Bord. Gestartet 2014 als Stiftungsbeauftragte, wechselte sie 2015 in die Geschäftsführung. Seit 2018 führt sie als Vorsitzende das dreiköpfige Frauen-Team des Vorstands an. Nach ihrer Amtszeit wird sie der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung als Botschafterin für besondere Projekte erhalten bleiben. „Es hat mich immer sehr zufrieden gemacht, in der Stiftung so tolle Aufgaben zu haben“, sagt Stephanie, die 2020 den Bürgerpreis für Ehrenamtliches Engagement der Stadt Frankfurt am Main erhielt, „aber nun ist die Zeit gekommen, um loszulassen und das Team zu verjüngen“.

Durch die Erfolge der letzten Jahre ist die Stiftungsarbeit enorm gewachsen. Die Stiftung ist an einem Punkt angekommen, an dem sie weitere engagierte Mitarbeiter sucht, die sich diesen Herausforderungen stellen. Alles in allem ist das mit ehrenamtlichen Kräften kaum noch zu stemmen – und so zeichnet sich hier der nächste große Schritt der Stiftung ab. Stephanie ist trotzdem zuversichtlich, dass ihre Arbeit Früchte trägt und freut sich daher sehr, dass Janine Hein, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und langjährige Vertraute, sich um das Amt bewirbt und die Nachfolge somit gesichert ist.

Anlage - Höhepunkte des Wirkens von Stephanie Heinze:

Begleitung und professionelle Durchführung diverser Benefiz-Projekte:

Benefiz-Radtour Benefistanbul 2015 - Von Hannover nach Istanbul

Spenden in Höhe von 18.000 Euro 

Benefiz-Nordic-Walking 2016 – Von Flensburg nach Garmisch

Spenden in Höhe von 5.000 Euro sowie zahlreiche Infoveranstaltungen in vielen Städten, die zur Aufklärung über die Krankheit beitrugen.

Benefiz-Pilgern mit Parkinson 2018 – Von Santander nach Santiago de Compostela

Stephanie Heinze pilgert nach 10 Jahren eigener Erkrankung mit ihrer Freundin 560 km für die Parkinsonforschung. Beide Frauen sammeln Spenden in Höhe von 20.000 Euro 

Benefiz-Das 3 P-Projekt – mit Parkinson über die Pyrenäen nach Perpignan

Spenden in Höhe von 7.999 Euro

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2016: Organisation von zahlreichen Parkinson Cafés mit dem Verein „Parkinson Nurses & Assistenten

2017: Organisation von Singgruppen im Rhein-Main-Gebiet mit dem Verein Singende Krankenhäuser

2017: Organisation Jubiläum: 20 Jahre Hilde-Ulrichs-Stiftung „Musik verbindet“

2019/20: Start der Kampagne „Letzte Ausfahrt Krankenhaus“ für eine bessere Versorgung von Parkinson Erkrankten sowie Gründung des Parkinson Bund - ein Zusammenschluss von Organisationen, die sich für eine bessere Versorgung von Parkinsonkranken einsetzen

 

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung ist eine unabhängige Beratungs- und wichtige Anlaufstelle für Patient*innen mit der Erkrankung. Sie fördert als erste private Stiftung in Deutschland explizit die diesbezügliche Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsstrategien ebenso wie die Anpassung von Sport- und Bewegungstherapien an die Erfordernisse der Erkrankung. Das Engagement soll ermutigen und dabei unterstützen, möglichst lange beweglich zu bleiben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zudem vergibt die „HUS“ in zweijährlichem Turnus ihren mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis.

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Janine Hein

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