Erste schwimmende Müllabfuhr in Indonesien

© BandaSEA
Die 15,5 m lange „Tirta Intan“ ist die erste schwimmende Müllabfuhr in Indonesien.

Dorfbewohner der Banda-Inseln sammeln die für die Meeresumwelt so gefährlichen Zivilisationsabfälle aus Plastik an Stränden, Flüssen und im Land. Dann sortieren sie die Kunststoffe, schreddern sie und verpacken sie in große Reissäcke. Von Bord der schwimmenden Müllabfuhr wird die geballte Müllladung direkt auf ein Cargoschiff geladen, welches sie zu einer Recyclinganlage in Surabaya (Java) transportiert. Es transportiert Güter von Surabaya auf die Banda-Inseln und würde sonst leer zurückfahren.

Neue Dimensionen der Plastikmüllbeseitigung in Indonesien
„Wir sind stolz und froh, dass wir jetzt mit einem Müllsammelschiff operieren können“, freut sich Meeresbiologin Dr. Mareike Huhn, Gründerin von BandaSEA. „Damit stoßen wir, auch dank der Unterstützung der Deutschen Stiftung Meeresschutz, in ganz neue Dimensionen vor.“ Das Schiffsvolumen der 15,5 m langen und 3,5 m breiten „Tirta Intan“ fasst 17 Tonnen Zuladung.

Kleiner ökologischer Rucksack
„Das Konzept besticht durch seinen denkbar kleinen ökologischen Rucksack“, betont der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. „Fast alles ist unter Recycling-Gesichtspunkten konzipiert. Angefangen mit dem im Land in Holzbauweise gebauten Schiff. Über die großen gebrauchten Reissäcke, mit denen man das sortierte Plastik im Schiff bunkert. Bis hin zum aus Müll selbst hergestellten Kraftstoff.“

Kontakt

Ulrich Karlowski

+498971668188

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