Drei Monate nach der Flutkatstrophe in Deutschland – DRK bleibt weiterhin im Einsatz

Philipp Köhler / DRK
Einsatz des DRK bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz.

Mehr als drei Monate sind seit der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vergangen. Auch in Südostbayern und im östlichen Sachsen kam es zu Überschwemmungen. Mehr als 180 Menschen verloren in Deutschland ihr Leben, Tausende ihr Hab und Gut. Viele Betroffene sind traumatisiert. Sie haben Schreckliches erlebt und stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Allein in Rheinland-Pfalz benötigten mehr als 40.000 Menschen grundlegende Hilfe. Die Unterkünfte von rund 17.500 Menschen in Rheinland-Pfalz und 14.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen sind unmittelbar betroffen.

Dank der Spenden und des großen Engagements von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen konnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) umfassend Hilfe leisten und wird das auch weiterhin tun. Für dieses Zeichen der Solidarität danken wir sehr.

Wie vom Bundesverband Deutscher Stiftungen berichtet, helfen in Katastrophenfällen nicht nur der vereinfachte Zuwendungsnachweis oder vereinfachte umsatzsteuerrechtliche Regelungen. Wesentlich sind auch Katastrophenerlasse, die Hilfeleistungen außerhalb des Satzungszweckes ermöglichen. Informationen dazu gibt es hier: www.stiftungen.org/themen/stiftungsrecht/steuerliche-erleichterungen-fuer-gemeinnuetzige-organisationen-bei-der-bewaeltigung-der-hochwasserkatastrophe.html?L=1.

Nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes stehen viele der betroffenen Menschen weiterhin vor großen Herausforderungen: „Die öffentliche Infrastruktur, das reicht von der Abwasserentsorgung bis zum Gesundheitswesen, ist in weiten Teilen noch nicht intakt“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. „In vielen Wohnhäusern fehlt es für die kalte Jahreszeit an Heizmöglichkeiten, zahlreiche Gebäude sind noch immer unbewohnbar. Wir werden die betroffenen Menschen in den bevorstehenden Wintermonaten nicht allein lassen und weiter helfen, wo wir können.“.

Das DRK wird verstärkt Bautrockner und Heizlüfter ausgeben und seine Beratungstätigkeit ausbauen. Im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen hat der DRK-Kreisverband mobile Beratungsstellen sowie ein Beratungscenter eröffnet, das unkompliziert Unterstützung vermittelt. In Bad Neuenahr-Ahrweiler hat ein Beratungs- und Servicecenter des DRK-Kreisverbandes mit Unterstützung des DRK-Generalsekretariats und des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz seinen Betrieb aufgenommen. Dort wird Beratung etwa zu Finanzhilfen, aber auch psychosoziale Betreuung angeboten. Der Landesverband Rheinland-Pfalz setzt zudem mobile Berater ein.

Noch immer fließen vielerorts Abwässer ungereinigt in die Ahr. Neben der Kläranlage in Mayschoß, seit Ende August in Betrieb, plant das DRK weitere Anlagen in der Region. „Wir gehen davon aus, dass der Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur vor allem im schwer betroffenen Ahrtal noch Jahre in Anspruch nehmen wird“, sagt Gerda Hasselfeldt.

Das Deutsche Rote Kreuz war zeitweise mit mehr als 3500 Helfenden im Einsatz. In den vergangenen Monaten wurden unter anderem 2,8 Millionen Liter Trinkwasser verteilt und 933.000 Mahlzeiten ausgeliefert. Mit Hilfe von Ersatzstromerzeugern und Notstromaggregaten standen zeitweise 9 Megawatt Strom zur Verfügung. Weil viele Arztpraxen und Krankenhäuser beschädigt oder zerstört wurden, hat das DRK vier mobile Arztpraxen zur Verfügung gestellt.

Das Deutsche Rote Kreuz ist und bleibt vor Ort und bittet auch weiterhin um Spenden für die vom Hochwasser betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

Weitere Informationen zum Einsatz der DRK-Helferinnen und -Helfer gibt es auf den Kommunikationskanälen und der Webseite: www.drk.de/hilfe-in-deutschland/flutkatastrophe-drk-hilfseinsatz-in-deutschland/.
 

 

Kontakt

Katharina Dellbrügger

+493085404174

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