Corona-Krise: Kroschke Kinderstiftung fördert Projekte für Kinder mit Behinderung oder Erkrankung

iStock_Hispanolistic_1055956092
Kinder mit einer Behinderung sind auf unsere besondere Führsorge und Aufmerksamkeit angewiesen, während der Corona-Pandemie noch mehr als sonst.

Die Kroschke Kinderstiftung will gezielt gemeinnützige Einrichtungen unterstützen, die Familien mit kranken oder behinderten Kindern helfen. Diese Zielgruppe leidet besonders unter der Corona-Krise. Selbsthilfegruppen, Vereine und gemeinnützige Träger der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe aus Norddeutschland können sich bis Dienstag, 20. April, mit Anfragen an die gemeinnützige Stiftung wenden, über die dann kurzfristig entschieden wird. Wie wichtig eine derartige Förderung ist, zeigen die alarmierenden Ergebnisse der sogenannten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), nach der ein Jahr nach Beginn der Pandemie fast jedes dritte Kind unter psychischen Auffälligkeiten leidet. „Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten“, heißt es in einer Pressemitteilung des UKE.

Die Wissenschaftler der UKE-Studie, die von der Kroschke Kinderstiftung mit 56.500 Euro exklusiv gefördert wurde, haben 1.000 Kinder und 1.600 Eltern befragt, rund 80 Prozent zweimal. So konnten aussagekräftige Daten über die Veränderung der Belastungen gewonnen werden. „Die Studienergebnisse bestärken uns darin, dass es jetzt noch viel wichtiger als vor der Krise ist, gute Rahmenbedingungen für Familien zu schaffen, die durch die Erkrankung oder Behinderung eines Kindes ohnehin schon Überdurchschnittliches leisten“, sagt Anja Wenk, Geschäftsführerin der Kroschke Kinderstiftung. Vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund leiden unter den Folgen der Pandemie und des andauernden Lockdowns.

Andererseits zeigt sich, dass Kinder, die in der Familie sicheren Halt haben, gut durch die Pandemie kommen. Die Leiterin der COPSY-Studie, Prof. Ulrike Ravens-Sieberer, fordert verlässliche Konzepte, um insbesondere Kinder aus Risikofamilien zu unterstützen und ihre seelische Gesundheit zu stärken, hier seien vor allem die Schulen gefragt. „Sonst besteht die Gefahr, dass vor allem Kinder aus Risikofamilien ihre Motivation und Lernfreude verlieren.“

Kinder und Jugendliche mit einer Erkrankung oder Behinderung brauchen in der Pandemie besondere Unterstützung. Selbsthilfegruppen, Vereine, Stiftungen und Träger der Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe können eine Anfrage an Geschäftsführerin Anja Wenk richten: per E-Mail an anja.wenk[at]kroschke[punkt]de oder telefonisch unter 04102/804 101. Weitere Informationen über die Kroschke Kinderstiftung finden sich unter www.kinderstiftung.de.

Kontakt

Anja Wenk

015155148907

Weiterführender Link