Annalise-Wagner-Stiftung verleiht 30. Annalise-Wagner-Preis anlässlich des Tages der Stiftungen 2021

(c) Hinstorff Verlag Rostock
Cover der Publikation "Beständiger Wandel: Landwirtschaft und ländliche Gesellschaft in Mecklenburg von 1900 bis 2000“ von Prof. Dr. Mario Niemann.

Die Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg lädt am 30. September 2021, am Vorabend des europaweiten Tages der Stiftungen 2021, herzlich ein zur Verleihung des 30. Annalise-Wagner-Preises.  Die Feierstunde findet um 18 Uhr in der Hochschule Neubrandenburg statt.

Der 30. Annalise-Wagner-Preis geht an die agrar- und zeitgeschichtliche Studie „Beständiger Wandel: Landwirtschaft und ländliche Gesellschaft in Mecklenburg von 1900 bis 2000“ von Prof. Dr. Mario Niemann.

Diese „erste Gesamtdarstellung des ländlichen Lebens in Mecklenburg im 20. Jahrhundert“ ist ein Meilenstein in der Erforschung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des mecklenburgischen Landesteils des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Erstmals stehen die Territorien des historischen Mecklenburg-Schwerin und des historischen Mecklenburg-Strelitz gemeinsam im Fokus einer zeitgeschichtlichen agrarhistorischen Untersuchung. Zugleich verspricht die erzählerische Textqualität „fesselnden Lesegenuss“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Publikation erschien 2020 im traditionsreichen, 190jährigen Rostocker Hinstorff Verlag und liegt druckfrisch in der 2. Auflage vor (ISBN 9783356023695).

Herr Prof. Dr. Mario Niemann ist ein renommierter Zeit- und Agrarhistoriker und leitet den Arbeitsbereich Moderne deutsche Agrargeschichte am Historischen Institut der Universität Rostock. Er engagierte sich für dieses publizistische „Herzens-Projekt“ mit einer Leidenschaft, die auf wissenschaftlicher Berufung fußt, weit darüber hinausgeht und auch ganz persönliche Hintergründe hat.

Die Laudatio für Herrn Prof. Dr. Mario Niemann hält Herr Prof. Dr. Ernst Münch, ein Doyen der wissenschaftlichen Forschungen zur mecklenburgischen Landesgeschichte. Er hat diese Forschungen in herausragender Weise geprägt und einen seiner Forschungsschwerpunkte insbesondere auf die mecklenburgische Agrargeschichte gelegt. Seit 2011 ist Herr Prof. Dr. Münch Vorsitzender der Historischen Kommission für Mecklenburg, die als gemeinnütziger Verein die Erforschung der mecklenburgischen Landesgeschichte fördert.

Die Hochschule Neubrandenburg
 ist 30 Jahre jung, in der Region wie in ihrem Profil eine einzigartige wissenschaftliche Einrichtung mit sozial-, erziehungs-, gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Fachrichtungen, Agrarwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Geoinformatik, Geodäsie, Messtechnik, Naturschutz, Landschaftsarchitektur und Landnutzungsplanung. Ausgezeichnet als "Innovative Hochschule" ist sie „Partnerin der Region“. Mit dem Projekt HiRegion fördert sie Wissenstransfer zwischen Region und Hochschule, will „gemeinsam mit regionalen Partnern … Veränderungen gestalten, Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft befördern, Motor einer nachhaltigen, eigenständigen, selbstbewussten Entwicklung der Region sein“.   

Die Annalise-Wagner-Stiftung
gehört zu den Vermächtnissen der Heimatforscherin Annalise Wagner (1903-1986) für das „Gedächtnis der Region“. Auf der Grundlage ihres Testaments errichtete das Neubrandenburger Stadtparlament vor 30 Jahren die Annalise-Wagner-Stiftung – die erste neue Kulturstiftung im Bundesland. Jährlich vergibt sie ihren Annalise-Wagner-Preis an einen Text aus der oder über die historische Region Mecklenburg –Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der mit besonderer inhaltlicher wie sprach-ästhetischer Qualität beiträgt zum gesellschaftlichen Diskurs und demokratischer Erinnerungskultur.

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