Analog, digital & virtuell – der weibliche Blick auf die Veränderung unserer Welt. maecenia - die Stiftung die auf Frauen setzt - fördert 2021 dreizehn neue Projekte.

Jule Sievert
Projekt: "KARAGÖRLZ - Leaving Earth But Holding On To Humanity" von Arol Theis Zeynep Neslihan, 2021

Die Frankfurter Stiftung maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst fördert 2021 mit einem Budget von 63.000 Euro dreizehn Projekte, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen wie der zunehmenden Digitalisierung, dem Umgang mit Diversität oder dem Wandel der Lebenswelt befassen. „Als Stiftung, die explizit Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt, ist uns die weibliche Perspektive auf Veränderungen unserer Lebenswelt in ihren vielfältigen Facetten sehr wichtig“, so Stiftungsgründerin und Vorstandsvorsitzende Dr. Eva Brinkmann to Broxten.

So stellt u.a die Künstlerin Neslihan Arol in einem interaktiven Theaterprojekt die Frage, welches kulturelle Erbe von Frauen in ferner Zukunft auch auf einem neuen Planeten bewahrt werden soll, wenn die Erde unbewohnbar geworden ist. In einem interdisziplinären, forschungsbasierten Projekt erkundet Clara S. Jo das innovative Potential virtueller Realität für neue Behandlungsmethoden bei psychischen Erkrankungen. Dem Leben von Frauen in unterschiedlichen Kulturkreisen und Erfahrungen von Fremdheit und Zugehörigkeit gehen zwei geplante Dokumentarfilme von Saralisa Volm und Merve Caglar Dincer nach. Alessia Neumann, Paola Wechs und Madara Möhlmann entwickeln diskursive Austauschformate unter dem Titel „whose common spaces?!“ zu gemeinschaftlich genutzten (Stadt-)Räumen und Gütern.

Neben diesen und weiteren neuen Projekten fördert maecenia wieder das etablierte Stipendium für Komponistinnen „Composer in Residence“ des Archivs Frau und Musik, das Internationale Frauen*Theater-Festival, das im September 2021 zum fünften Mal in Frankfurt am Main stattfindet, und die Erweiterung der Ausstellung „Women of Mathematics throughout Europe“, die nach dem großen Erfolg nun Mathematikerinnen weltweit vorstellen will.

 „So unterschiedlich diese Projekte und ihre künstlerischen und wissenschaftlichen Ansätze auch sind – sie verbindet ein feministischer, kritischer Blick auf unsere Welt, dem die Stiftung mit ihrer Förderung Raum gibt“, so Brinkmann to Broxten. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 unterstützte maecenia mehr als 250 Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen mit über 500.000 Euro.

Alle dreizehn Projekte und weitere Informationen sind auf der Webseite der Stiftung nachzulesen: http://www.maecenia-frankfurt.de/de/2021.

Kontakt

Eva Brinkmann to Broxten

069-700667

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