„Rentnerdemokratie“ – Wer hat die Macht in der alternden Gesellschaft?

Rentner spazieren im Park
Foto: Kara - stock.adobe.com

Politik wird in Deutschland immer mehr von den Älteren bestimmt. Im Bundestag sind Abgeordnete über 50 in der Mehrheit. Bei der letzten Bundestagswahl war nur jeder siebte Wahlberechtigte unter 30, aber jeder dritte über 60 Jahre alt. Und: Die Alten machen mehr von ihrem Wahlrecht Gebrauch.  

Wen schützt die Demokratie? 

Fördert das Entscheidungen zu Lasten der Jüngeren? Die Rente mit 63 etwa belastet die nachfolgenden Generationen. Andererseits: Die repräsentative Demokratie zeichnet sich ja gerade durch Mechanismen zum Schutz von Minderheiten aus.  

Auf dem Deutschen StiftungsTag diskutieren auf Einladung der Körber-Stiftung, Prof. Dr. Julian Rümelin, Staatsminister a.D. und Professor für Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Ursula Münch, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München sowie Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing und Madeleine Hofmann, Journalistin und Autorin aus Berlin, die Frage, ob diese Mechanismen einer demografischen wie demoskopischen Verschiebung solchen Ausmaßes gerecht werden. Die Veranstaltung wird moderiert von Birgit Wentzien, Chefredakteurin Deutschlandfunk, Köln. Die Begrüßung übernimmt Dr. Thomas Paulsen, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung, Hamburg.

Über die Körber-Stiftung 

Gesellschaftliche Veränderung braucht Dialog und Verständigung. Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern Innovation, Internationale Verständigung und Lebendige Bürgergesellschaft. Die drei Themen Neues Leben im Exil, Technik braucht Gesellschaft und Der Wert Europas stehen derzeit im Fokus ihrer Arbeit. 

1959 vom Unternehmer und Anstifter Kurt A. Körber ins Leben gerufen, ist die Körber-Stiftung heute mit eigenen Projekten, Kooperationen und Veranstaltungen national und international aktiv. Für die gemeinnützige Arbeit der Stiftung stehen rund 18 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. An den Standorten Hamburg und Berlin sind rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 

Die Körber-Stiftung zählt zu den Unternehmensbeteiligungsstiftungen: Sie ist Alleinaktionärin der Körber AG, die zum Stiftungsvermögen gehört. Dieses umfasst insgesamt gut 560 Millionen Euro. Die Körber AG ist die Holding-Gesellschaft eines internationalen Technologie-Konzerns, der weltweit rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt. Aus ihrer Beteiligung empfängt die Stiftung eine jährliche Dividende, die sie ausschließlich gemeinnützig verwendet.

Infos zur Veranstaltung auf dem Deutschen StiftungsTag 2019

„Rentnerdemokratie“ – Wer hat die Macht in der alternden Gesellschaft?

Mittwoch, 5. Juni 2019, 15:45 - 17:15 Uhr*
Veranstalter: Körber-Stiftung 

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Julian Rümelin, Prof. Dr. Ursula Münch und Madeleine Hofmann

*Angaben können sich noch ändern 

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