Klimakrise: Anfangen zählt

Die globale Klimakrise zwingt auch Stiftungen, ihr Handeln zu überprüfen. In unserer Serie "Stimmen aus Stiftungen zum Klimaschutz" fragen wir nach, in welcher Form sich Stiftungen bereits für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Dazu sprachen wir mit Sylke Freudenthal, Vorstand der VEOLIA Stiftung.

Sylke Freudenthal
Foto: Veolia
Sylke Freudenthal

Dank der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) ist das Thema Klimaschutz nun auch ganz oben auf der politischen Agenda angekommen. Was können Stiftungen von der Jugendbewegung lernen?
Ich meine, wir werden in erster Linie darin erinnert, dass Klimaschutz jeden angeht, jedes Unternehmen, jeden Bürger, aber auch jede Stiftung. Jeder kann für Klimaschutz aktiv werden. Das Thema hat ganz viele Facetten und es gibt keine Ausreden mehr. Anfangen zählt.

Weltweit gehen regelmäßig Menschen für die Einhaltung des Paris-Abkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung auf die Straße. Plant die VEOLIA Stiftung sich in irgendeiner Form daran zu beteiligen?
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich, wie auch bei den vergangenen Veranstaltungen, versuchen werde, weiter persönlich dabei zu sein, einfach um auch Atmosphäre und Motivation zu tanken. Diese Aktionen sichtbar zu unterstützen ist wichtig. Ansonsten ist es auf jeden Fall eine Gelegenheit, um all die klimarelevanten Themen unserer schon geförderten Projekte und das, was da künftig noch möglich sein wird, einfach mal zu thematisieren, und auf Kontinuität und noch mehr Intensität in unserer Klimaschutzarbeit zu setzen.

"Die Aufnahme von Klimaschutz und Biodiversität in die Grundsätze guter Stiftungspraxis ist ein großer Erfolg. Aber da kann man jetzt natürlich nicht stehen bleiben."
Sylke Freudenthal, VEOLIA Stiftung
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Vor allem die Umweltstiftungen arbeiten bereits seit Jahren an dem Thema. So hat der Arbeitskreis Umwelt im Bundesverband Deutscher Stiftungen Handlungsempfehlungen und Erklärungen erarbeitet und veröffentlicht. Nun gilt es, dass auch andere Stiftungen mobilisiert und aktiv werden. Wie könnte dies gelingen?
Der jüngste Erfolg, aus dem Arbeitskreis Umweltstiftungen heraus initiiert, ist ja die Anpassung der „Grundsätze guter Stiftungspraxis“. Da wurde das Thema Nachhaltigkeit einschließlich der Aspekte Klimaschutz und Biodiversität explizit mit in die Grundsätze aufgenommen. Es ein Erfolg, dass wir das geschafft haben, aber da kann man jetzt natürlich nicht stehen bleiben. Wir kommen gerade aus einem Gespräch mit der Deutschen StiftungsAkademie und entwickeln unter anderem eine Idee, wie man ein Weiterbildungsformat anbieten kann, damit alle Stiftungen, die sich mit dem Thema bisher noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben, lernen können, mit welchen ersten Schritten man einzelne Themen in Sachen Klimaschutz bewegen kann und welche guten Erfahrungen es da gibt. Wir hoffen, damit einen Anstoß zu geben, dass aus dieser Initialzündung auch Grundsätze, Handlungen und Tun erwachsen können.

Klimawandel
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