Wo Stiftungen nicht gern hingucken: Die Blinden Flecken in der Stiftungslandschaft

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Blinde Flecken sind Herausforderung und Chance zugleich. Sie zeigen einem, was man nicht sehen wollte und geben zugleich einen Hinweis, wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Im Rahmen des Deutschen StiftungsTages hat der Bundesverband Deutscher Stiftungen fünf Gäste eingeladen und gefragt, wo unsere blinden Flecke liegen.

Als „Blinde Flecken“ werden in der Psychologie Aspekte bezeichnet, die Personen nicht wahrnehmen können oder wollen. Jeder Mensch hat ein Bild von sich, dass nicht mit dem übereinstimmt, wie er auf andere Menschen wirkt. Psychologen sprechen hier vom Selbst- und Fremdbild. Auch Soziale Systeme unterliegen diesem Phänomen. Wie alle Organisationen, haben auch Stiftungen ihre ganz eigene Art, auf die Welt zu schauen. Stiftungen haben zugleich aber den Anspruch, die Gesellschaft im positiven Sinne zu verändern. Mit Blick auf die immer größer werdende Komplexität unserer Gesellschaft und der damit einhergehenden Beschleunigung, ist es umso wichtiger, den Blick zu weiten, um sich selbst kritisch zu hinterfragen: Wo liegen die eigenen Blinden Flecken und wie können diese überwunden werden?

Demokratie beginnt mit Zuhören

Der diesjährige Deutsche StiftungsTag, der unter dem Motto „Unsere Demokratie“ stand, bot den idealen Rahmen, um den Fokus auf die Punkte zu lenken, wo Stiftungen manchmal lieber wegsehen. In der Veranstaltung „Die Blinden Flecken in der Stiftungsarbeit“ wurden fünf Personen aus verschiedensten Arbeitsumfeldern gebeten, aus ihrer Sicht zu berichten, wo sie Stiftungen als problematisch erlebt haben, wo sie Stiftungen auf etwas hinweisen möchten und wo Stiftungen noch genauer hinschauen müssen. Der Einladung sind gefolgt die Chefredakteurin von edition F, Teresa Bücker; die Gründerin und Geschäftsführerin, Violence Prevention Network, Judy Korn; der Diplom-Meterologe, Özden Terli; das Vorstandsmitglied der Generationen Stiftungen, Claudia Langer und der Geschäftsführer von Foodwatch International, Dr. Thilo Bode. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Generalsekretär des Bundesverbandes Felix Oldenburg.  

In den kommenden Wochen werden wir die fünf Blinden Flecken vorstellen, über die unsere Gäste auf dem Deutschen StiftungsTag sprachen: 

Haben wir verstanden?

Die fünf Statements sowie die anschließende Diskussion zeigten, dass es auch im Stiftungsbereich zahlreiche Blinde Flecken gibt. Zugleich wurde aber deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung damit ist. Denn nur, wer sich seinen Schatten stellt und Kritik nicht als Kritik, sondern als Ausgangspunkt einer gemeinsamen Reflexion versteht, kann sich weiterentwickeln und damit auch Dinge verändern. Daher an Sie die Aufforderung und Frage: 

  • Wo gibt es Ihrer Meinung nach noch weitere Blinde Flecken? 
  • Wo sollen und wo müssen sich Stiftungen Ihrer Meinung nach mehr engagieren? 
  • Wo und wie müssen wir auf dem #DST20 in Leipzig (weiter-)diskutieren? 

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Dr. Mario Schulz

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