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Nominierte

Neben den Preisträgern waren folgende Stiftungen für den KOMPASS 2008 nominiert:

Kategorie "Gesamtauftritt"

DFB-Stiftung Sepp Herberger

 

Die älteste Stiftung im deutschen Fußball wurde 1977 vom ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger und dem Deutschen Fußball-Bund initiiert. Sie verfolgt das Ziel, die integrative Kraft des Fußballsports für die Gesellschaft zu nutzen. Zu den Schwerpunkten der Stiftungsarbeit zählen die Förderung des Fußballs in Schulen, Vereinen und Strafvollzugsanstalten sowie im Behindertensport. Das Sozialwerk der Stiftung ermöglicht die soziale Betreuung der Aktiven im Fußballsport, die im Sport Schäden erlitten haben oder in Not geraten sind. Anlässlich des 30. Jubiläums der DFB-Stiftung Sepp Herberger im Jahr 2007 wurde die Traditionsstiftung restrukturiert; eine offensive und zielgerichtete Kommunikationsarbeit sollte die Stiftung und ihre Projekte wieder stärker ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

Das ist der Stiftung bestens gelungen: "Die Stiftung nutzt die ganze Palette der Öffentlichkeitsarbeit, um für den Fußball und seine verbindende Kraft zu werben: ein prominentes Kuratorium, Podiumsdiskussionen und Gala, Turniere und Wettbewerbe – so macht man es, wenn man die Stiftung und ihre Sache in der Öffentlichkeit verankern will", begründet Jury-Mitglied Dr. Ursula Weidenfeld, Chefredakteurin des Unternehmermagazins Impulse, die Nominierung.

Evangelische Stiftung Pflege Schönau

 

Knapp 450 Jahre reichen die Wurzeln der Evangelische Stiftung Pflege Schönau zurück. Die heutige Stiftung entstand aus verschiedenen Vermögensverwaltungen und ist eine der ältesten existenten Institutionen in Heidelberg. Die kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts kümmert sich um die bauliche Unterhaltung von 85 Kirchen und 44 Pfarrhäusern in Baden und betreut den Grundbesitz und die Immobilien der Stiftung. Zusätzlich verwaltet und vertritt sie die Evangelische Pfarrpfründestiftung Baden, deren Hauptaufgabe die Erwirtschaftung von Finanzierungsbeiträgen für Pfarrstellen ist. Das Vermögen der beiden Stiftungen besteht aus insgesamt ca. 14.000 ha Grundbesitz, d.h. forst- und landwirtschaftlichen Nutzflächen, die über ganz Baden verteilt liegen, sowie etwa 14.000 Erbbaurechten und 100 Wohngebäuden mit rund 1.000 Mietverhältnissen.

 

Erst vor drei Jahren begann die Stiftung damit, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit aufzubauen. Der neue Gesamtauftritt der kirchlichen Stiftung zieht alle Register einer modernen Kommunikation und spiegelt dabei die lange Tradition der Stiftung. Das Ziel, der ehemals öffentlichkeitsscheuen Stiftung ein modernes, offenes Gesicht zu geben ist erreicht. Prof. Manfred Harnischfeger, Direktor Konzernkommunikation der Deutschen Post und Mitglied der KOMPASS-Jury fasst die Gründe für die Nominierung zusammen: "Ein sorgfältig gestalteter Gesamtauftritt mit sehr guter handwerklicher Qualität und seriöser, angenehm ‚unaufgeregter’ Ansprache. Zudem wird ein eigentlich recht heterogenes Betätigungsfeld der Stiftung klar strukturiert und geschlossen dargestellt.".

Kategorie "Strategische Projekt-PR"

DFB-Stiftung Sepp Herberger

Projekt Blindenfußball-Bundesliga

 

International hat der Blindenfußball seit den Paralympics in Athen 2004 immer größeren Zulauf erfahren. In Deutschland hat es sich die DFB-Stiftung Sepp Herberger aus Köln zum Ziel gesetzt, die bisher weitgehend unbekannte Sportart zu etablieren. Der Anpfiff des Projektes erfolgte im März 2008 mit der Einführung einer Blindenfußball-Bundesliga in Berlin. Mit dabei waren die Kollegen vom Bundesligisten Hertha BSC und der Schirmherr, das Fußball-Idol Uwe Seeler. Die Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes "nutzte damit ihr dichtes Fußball-Netzwerk und in kurzer Zeit wurde die außergewöhnliche Sportart zum Medienereignis" begründet Juror Thomas Gauly, Partner und Vorstand bei CNC Communications & Network Consulting, die Nominierung.

Nach Auswertungen des Deutschen Behindertensportverbandes hat die Einführung der Blindenfußball-Bundesliga die bisher höchsten medialen Kontaktzahlen im deutschen Behindertensport generiert.
Blindenfußball wird auf einem etwa 20 mal 40 Meter großem Feld gespielt, die Längsseiten sind durch Banden begrenzt, in den Ball sind Rasseln eingebaut, so dass die insgesamt zehn Spieler ihn hören können. Ansonsten orientieren sie sich durch Rufen und Hilfestellungen von Guides, die Schuss- und Passrichtungen angeben. Der sehende Torwart dirigiert die Abwehrspieler.

Stiftung* Bürger für Münster

Projekt Bürgerbäume

 

Die Stiftung* Bürger für Münster möchte möglichst viele Menschen in Münster begeistern, sich mit Freude für ihre Stadt einzusetzen, um das Gemeinwohl und die Lebensqualität der Stadt dauerhaft zu fördern. Als 2007 der Orkan "Kyrill" über Europa hinwegfegte, war auch Münster betroffen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, der Stadt jedoch fehlten die Mittel zur Wiederaufforstung. Die Idee der Stiftung* Bürger für Münster: engagierte Bürger aus Münster übernehmen Baumpatenschaften im Wert von 1.000 Euro je Baum. "Unser Weihnachtsbaum steht dieses Jahr vor dem Schloss" war die Headline, mit der die Bürgerstiftung die Münsteraner schnell überzeuge.

 

Dreh- und Angelpunkt der Kommunikationsstrategie war allerdings der Internetauftritt. Hier konnten die Bürger sich informieren und auf einem Lageplan "ihren" persönlichen Baum auswählen. Nach dem Kauf bot der Lageplan die Möglichkeit, sich mit Namen und einer Begründung der Patenschaft zu verewigen. Heute stehen wieder 200 Linden vor dem Schloss in Münster. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Public Relations, Ulrich Nies, begründet die Nominierung: "Die Art und Weise, wie hier Interessen erkannt und kommunikativ genutzt wurden, ist herausragend. Dass der neu begrünte Platz jetzt für weitere verwandte Aktionen genutzt wird, rundet das Bild ab."

Kategorie "Einzelne Kommunikationsmaßnahmen"

LebensBlicke – Stiftung Früherkennung Darmkrebs

Vorsorge-Theater "Alarm im Darm"

 

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Da die Heilungschancen bei rechtzeitiger Diagnose bei fast 100 Prozent liegen, hat sich die Stiftung LebensBlicke das Ziel gesteckt, die Darmkrebs-Vorsorge zu verbessern. Durch bessere Prävention, gerade bei den Risikogruppen soll die Anzahl der Darmkrebstoten bis zum Jahr 2010 um 15.000 halbiert werden.
Um die Öffentlichkeit zu erreichen, hat die Stiftung eine Komödie entwickelt und als Einzelne Kommunikationsmaßnahme bei Kompass 2008 eingereicht. Damit das Stück möglichst realistisch ausfällt, hat sich der Autor bei mehreren Fachärzten über ihren Praxisalltag informiert, ehe er gemeinsam mit der Stiftung ein Manuskript ausarbeitete. Mit professionellen Schauspielern entstand daraus die Komödie "Alarm im Darm", die am 30. November 2003 ihre Premiere in Mannheim hatte. Mittlerweile wurde das Stück über 100 Mal aufgeführt und von mehr als 10.000 Menschen gesehen.
Der Jury gefiel besonders die aktive Vernetzung mit Gesundheitsexperten für die notwendige Multiplikatorwirkung und die Langfristigkeit des Kommunikationsinstrumentes. "Mit dem Theaterstück `Alarm im Darm’ geht die Stiftung einen mutigen und originellen Weg im Umgang mit einem sehr ernsten Thema", begründet Dietrich Schulze van Loon, Geschäftsführender Partner, Molthan van Loon Communications Consultants GmbH, und KOMPASS-Juror, die Nominierung.

Bürgerstiftung Sindelfingen

Entwicklung von Logo und Homepage

 

Die Bürgerstiftung Sindelfingen wurde im Dezember 2007 gegründet. Ihr Ziel sieht sie darin, "Gutes zu tun und die Lebensqualität vor Ort weiter zu verbessern". Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich Kinder und Jugendliche, Bildung und Forschung sowie Integration und kulturelle Vielfalt.
Um diese Aufgabe auch öffentlichkeitswirksam erfüllen zu können, bedurfte es jedoch der Gestaltung von Logo und Homepage. Dafür veranstaltete die Bürgerstiftung einen Wettbewerb. Sie sandte das Wettbewerbsanschreiben an alle weiterführenden Schulen von Sindelfingen und suchte das Gespräch mit den einzelnen Schulleitern. Durch die Einbeziehung verschiedener Schultypen und unterschiedlicher Jahrgänge war eine große Bandbreite an Teilnehmern gewährleistet. 120 Entwürfe wurden eingereicht und von einer sechsköpfigen Jury gesichtet. Schließlich gab es eine öffentliche Preisverleihung, bei der auch das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro vergeben wurde. Bevölkerung und Presse verfolgten die Veranstaltung mit großem Interesse.

 

Jurorin Prof. Manuela Rousseau, Leiterin Corporate Social Responsibility in der Beiersdorf AG, zu der Nominierung: "Der Wettbewerb ist sehr professionell umgesetzt – vom Anschreiben an die Schulen, über die Vorstellung der einzelnen Einreichungen bis hin zur Jurierung. Besonders gefallen hat uns die direkte Einbindung der Zielgruppe."

Sonderpreis "Bester Jahresbericht"

Gemeinschaftsstiftung terre des hommes

 

Die Gemeinschaftsstiftung terre des hommes fördert Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika, um die Lebensbedingungen notleidender Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Dazu gehören Straßenkinder ebenso, wie Opfer von Krieg und Gewalt oder von Aids betroffene Familien. Die Gemeinschaftsstiftung ist eine unselbstständige Stiftung unter dem Dach des Vereins terre des hommes. Mit dem Jahresbericht 2007 richtet sich die Stiftung an die interessierte Öffentlichkeit mit dem Ziel, zu Informieren, Transparenz zu schaffen und die verschiedenen Engagementmöglichkeiten in der Stiftung aufzuzeigen.
Der Jahresbericht liefert einen sehr detaillierten und zugleich übersichtlich und leicht zu erfassenden Blick auf die Verwendung der Mittel, so die KOMPASS-Jury. "Die integrierte Anlagenpolitik der Stiftung macht die Zuwendung von Mitteln transparent und stärkt zudem die Glaubwürdigkeit.", lobt Juror Dr. Ulrich Klopsch, Geschäftsführer der Stiftung Jüdisches Museum.

Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds

 

Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds ist eine Stiftungsverwaltung für 274 rechtlich unselbstständige Bildungsstiftungen. Die älteste Stiftung stammt aus dem Jahre 1422, die jüngste aus dem Jahr 2008. Seit 200 Jahren fördert der Fonds die Bildung begabter junger Menschen. Aus den Stiftungserträgen werden jedes Jahr rund 400 Studienstipendien und 120 Schülerstipendien vergeben sowie Projekte für förderbedürftige Schüler finanziert.

 

Der sehr umfassende Jahresbericht des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds informiert über die Aktivitäten und den Einsatz der Mittel der Stiftung. Die sehr professionelle und ansprechende Gestaltung, die stringent auf das Gesamterscheinungsbild ausgerichtet ist, überzeugt die KOMPASS-Jury von einer Nominierung. "Der hochwertige und zielgruppengerecht gestaltete Jahresbericht ist ein gutes Beispiel transparenter und professioneller Stiftungskommunikation" erklärt Prof. Dr. Marcel Machill, Professor für Journalistik an der Universität Leipzig.

 

Kontakt

Juliane Metzner-Kläring
Projektleiterin KOMPASS

Telefon (030) 89 79 47-82

 
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