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Preisträger

Insgesamt haben sich 2007 49 Stiftungen mit 71 Einreichungen für den KOMPASS beworben, davon 14 in der Kategorie "Gesamtauftritt", 17 in der Kategorie "Strategische Projekt-PR", 27 in der Kategorie "Einzelne Kommunikationsmaßnahmen" und 13 für den Sonderpreis "Beste Internetseite".

Kategorie "Gesamtauftritt"

Felix Burda Stiftung – ein Monat gegen Darmkrebs

Die Felix Burda Stiftung wurde 2001 gegründet. Sie trägt den Namen von Felix Burda, der im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs starb. Die Stiftung wird von der rechtsfähigen Hubert Burda Stiftung verwaltet. Ziel der Felix Burda Stiftung ist, die Darmkrebssterblichkeit in Deutschland nachhaltig zu senken. Früherkennung ist bei dieser Krebserkrankung sehr bedeutend, denn 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen können in einem zeitigen Stadium verhindert oder geheilt werden. Die Felix Burda Stiftung hat ein Netzwerk gegen Darmkrebs etabliert, zu dem unter anderem die Deutsche Krebshilfe und die Kassenärztlichen Vereinigungen gehören.
Bestreben ist, die Bevölkerung über die Chancen der Darmkrebsvorsorge zu informieren.

Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Möglichkeiten der Früherkennung durch einen Darm-Check zu nutzen. Seit 2002 ruft die Felix Burda Stiftung jährlich einen Aktionsmonat aus, den "Darmkrebsmonat März". Zahlreiche Prominente wie Nina Ruge oder Harald Schmidt unterstützen die Kampagne. Konzertierte Medienkampagnen, Aktionen und Projekte in diesem einem Monat helfen, die Bevölkerung für die Darmkrebsvorsorge zu gewinnen.

Kategorie "Strategische Projekt-PR"

Stiftung Deutsche Sporthilfe
Markenkampagne "Leistung. Fairplay. Miteinander."

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wurde 1967 in Berlin gegründet. Schirmherr ist seit 2004 Bundespräsident Horst Köhler. Die Stiftung bietet Leistungssportlern einen Ausgleich für ihr Engagement. Sie unterstützt zum Beispiel begabte Sportler aus Härtefallfamilien, fördert Talente in Sportinternaten oder gewährt studierenden Sportlern Beihilfen. Bis heute konnte die Stiftung 40.000 Athleten aus über 50 Sportarten mit einem Fördervolumen von 350 Millionen Euro unterstützen.

Um den positiven Einfluss des Sports und sportlicher Vorbilder auf die Gesellschaft deutlich zu machen, hat die Stiftung 2006 die Kampagne "Leistung. Fairplay. Miteinander." gestartet. Neben Leistung und Leistungsbereitschaft sollen vor allem auch Fairplay und Miteinander in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Der Untertitel „Die Prinzipien des Sports stärken unser Land“ zeigt, dass diese Werte einen positiven Einfluss auf das Zusammenleben in der Gesellschaft haben. Die Kampagne wurde mit TV-Spots, Print-Anzeigen und Großplakaten geführt. Ein wichtiger Bestandteil ist "Der Sporthilfe Eid". Der von der Stiftung formulierte Eid, die Prinzipien des Sports zu verteidigen und niemals zu dopen, ist die bisher stärkste moralische Verpflichtung deutscher Spitzensportler.

Kategorie "Einzelne Kommunikationsmaßnahmen"

Deutsche Stiftung für Menschen mit Downsyndrom
Projekt: Integrative Kinderkunstwoche 2006

 Die Deutsche Stiftung für Menschen mit Downsyndrom entstand 2004. Mit einem Kapital von knapp 60.000 Euro gehört die Stiftung zu den kleinen Stiftungen in Deutschland. Vier ehrenamtliche Mitarbeiter leisten die Arbeit. Dennoch ist die Stiftung bundesweit die einzige, die sich allein um die Belange von Menschen mit Downsyndrom kümmert. Deren Lebenssituationen zu beleuchten und die Öffentlichkeit über die Krankheit aufzuklären, gehört zu den Zielen. So ist zum Beispiel nicht bekannt, wie viele Menschen mit dieser Krankheit in Deutschland leben. Die Stiftung setzt sich außerdem für die Interessen der Betroffenen ein, denn es gibt bis heute kein ausreichendes Netz an Ambulanzen zur medizinischen Versorgung.

Die Förderung von Kunst, Musik und Sport und die Zusammenarbeit mit Nichtbehinderten stehen im Zentrum der Arbeit. Vom 11. bis zum 15. September 2006 führte die Stiftung in Schwäbisch Gmünd die erste Integrative Kinderkunstwoche durch. In der Kreativwoche erlebten und gestalteten gesunde Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und Kinder mit Downsyndrom zwischen 9 und 15 Jahren gemeinsam Kinderkunst. Die Kunstwerke wurden in der Hauptstelle der Kreissparkasse in Schwäbisch Gmünd ausgestellt. Die große Presseresonanz wusste die Stiftung für sich zu nutzen. Sie veranstaltete 2006 gemeinsam mit der Gmünder Tagespost eine Weihnachtsaktion.

Sonderpreis "Beste Internetseite"

Amadeu Antonio Stiftung

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Hierfür unterstützt sie
lokale Initiativen und Projekte in den Bereichen Jugend und Schule, Opferschutz und Opferhilfe, alternative Jugendkultur und kommunale Netzwerke. Wichtigste Aufgabe der Stiftung ist es, die Projekte über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken und sie zu vernetzen.

Die Website der Stiftung ist das mediale "Aushängeschild" und damit der wichtigste repräsentative Außenkontakt der Stiftung. Der Relaunch der alten, im Jahr 2000 online gegangenen Homepage, hat nur sechs Monate gedauert und wurde im August 2007 abgeschlossen. Bereits in diesem Monat hatte der Internetauftritt 21.500 Besucher.

 

Kontakt

Juliane Metzner-Kläring
Projektleiterin KOMPASS

Telefon (030) 89 79 47-82

 
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