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Nominierte

Neben den Preiträgern waren folgende Stiftungen für den KOMPASS 2007 nominiert:

Kategorie "Gesamtauftritt"

BürgerStiftung Region Ahrensburg – von holsteinischen Bürgern für holsteinische Bürger

Die Bürgerstiftung Region Ahrensburg wurde 2001 von neun Gründungsstiftern ins Leben gerufen und engagiert sich für die Bürger in der Region. Ziel der Stiftung ist es, eine Gemeinschaft zu fördern, in der Menschen mehr füreinander einstehen. Dabei wird vor allem auf das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe" gesetzt. Zu den Stiftern zählen heute 58 Bürger und Unternehmen aus der Umgebung, aber auch aus den amerikanischen Bundesstaaten Colorado und Kentucky.

Die Bürgerstiftung initiiert eigene Projekte, fördert aber auch die Projekteanderer. Die eigenen Projekte der letzten Jahre unterstützen Kinder und Jugendliche und fördern das Bürger-Engagement. Für das Projekt "Kinder und Lesen" engagieren sich einmal wöchentlich ehrenamtliche Vorlesepaten für 1.800 Kinder. In diesem Jahr verleiht die Stiftung bereits zum zweiten Mal den Kinder- und Jugendschutzpreis. Er wird an Menschen der Region vergeben, die sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche engagieren. Die Schüleraustausch- und Ehrenamtsmessen der Bürgerstiftung und ein erster Bürgerbrunch hatten jeweils mehr als tausend Besucher.

Stiftung Elbphilharmonie – Bürgerwille schafft hanseatisches Wahrzeichen

 "Hamburg baut ein Wahrzeichen" – mit diesem Claim startete im November 2005 die Werbekampagne der Stiftung Elbphilharmonie. Mit Erfolg: Durch die große Spendenbereitschaft der Hamburger Bürger kamen mehr als 67 Mio. EUR zusammen und ermöglichte damit die Finanzierung für den Bau des spektakulären Konzerthauses. Der Entwurf stammt von den Architekten Herzog & de Meuron und wird schon jetzt als neues Wahrzeichen gehandelt. 2010 soll der Spielbetrieb aufgenommen werden. Verantwortlich für die Spendensammlung ist die Stiftung Elbphilharmonie, die auf Initiative der Bankhäuser M.M. Warburg & CO und HSH Nordbank AG im Oktober 2005 gegründet wurde. Sie versteht sich als Bürgerinitiative für die Unterstützung des Jahrhundertprojekts Elbphilharmonie.

Mit der ersten Kampagne "Hamburg baut ein Wahrzeichen", die alle 1,7 Mio. Hamburger zu Bauherren des neuen Wahrzeichens ihrer Stadt erklärte, konnte die Stiftung eine breite Bürgerbeteiligung bewirken. Schnell verständliches Key-Visual war der "gelbe Bauhelm“" er zeichnete seine Träger als "Bauherren" aus und zeigte damit, dass sie sich für die Elbphilharmonie engagieren. Neben der Kampagne mit klassischen Werbemedien wie Plakaten und Flyern, setzt die Stiftung vor allem auf die Entwicklung von innovativen Instrumenten und Kooperationen. Dabei gelang es durch die Einbindung von Hamburger Persönlichkeiten und Unternehmen Stärken zu bündeln. 

Kategorie "Strategische Projekt-PR"

Körber-Stiftung
Projekt "KörberForum – Kehrwieder 12"

Dialog und Verständigung, Bildung und Wissenschaft, Integration und Engagement, Junge Kultur - das sind die Bereiche, in denen die Körber-Stiftung mit einer Vielzahl eigener Projekte aktiv ist.
Rund 15.000 Gäste besuchen jährlich den Veranstaltungsort der Stiftung, das "KörberForum - Kehrwieder 12" am Eingang zur HafenCity. Analog zu den Aktionsfeldern der Stiftung werden dort im Rahmen von Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Kulturveranstaltungen und Tagungen, die Impulse der Stiftungsprojekte und ihrer Kooperationen nicht nur vor-, sondern auch zur Diskussion gestellt. Die bauliche Transparenz des KörberForums unterstützt das Ziel der Stiftung, die Arbeit sichtbar zu machen und den Dialog mit den Besuchern zu führen.

Der Anspruch, ein Programm zu konzipieren "Für Menschen, die nicht alles so lassen wollen, wie es ist", wird von den verschiedenen Zielgruppen der Projekte der Körber-Stiftung mit getragen: In etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr nutzen die Besucher die Möglichkeit zur Teilhabe und Mitgestaltung. Medienkooperationen, u. a. mit dem NDR und der Süddeutschen Zeitung, sorgen dabei für eine regionale und nationale
Impulswirkung.

Stiftung Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Kampagne "Bewusstseinsbildung für die Chancen und Risiken des demografischen Wandels"

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wurde im Jahr 2000 mit Mitteln der Falk und Marlene Reichenbach-Stiftung gegründet. Das Institut verfolgt das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung der weltweiten demografischen Veränderungen zu verbessern und die Folgen dieses Wandels zu bewältigen. Dazu erarbeitet das Berlin-Institut wissenschaftliche Erkenntnisse und Konzepte zur nachhaltigen Lösung demografischer Probleme. Die Ergebnisse werden grafisch und textlich zielgruppengerecht aufbereitet und verbreitet.

Herzstück der Kampagne zum Thema "Demografischer Wandel" sind zwei wissenschaftliche Studien des Berlin-Instituts: "Deutschland 2020 – die demografische Zukunft der Nation" und "Die demografische Lage der Nation – wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen?" Ziel ist es, durch den regionalen Bezug die Auswirkungen des demografischen Wandels für alle Menschen nachvollziehbar und verständlich zu machen. Provokante Titel aus der Studie wie "Nach dem Mensch kommt der Wolf“ oder Titel weiterer Studien wie „Not am Mann. Von Helden der Arbeit zur neuen Unterschicht?" markieren eindrücklich die Folgen von Überalterung, Bildungsnotstand und Abwanderung. Durch diese Veröffentlichungen und ihre enorme Presseresonanz wurden breite öffentliche Debatten angestoßen.

Kategorie "Einzelne Kommunikationsmaßnahmen"

Deutsche AIDS-Stiftung
Projekt: Operngalas für die Deutsche AIDS-Stiftung

Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft seit 1987 HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen in materiellen Notlagen. Einer der Stiftungsgründer war der Pastor und bundesweit erste Berater für Menschen mit HIV und AIDS, Rainer Jarchow.
Die Stiftung, größte ihrer Art in Deutschland, hat bis heute über 60.000 Anträge von bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS sowie über 2.000 Anträge von Projektträgern im AIDS-Hilfe-Bereich erhalten. Sie half Betroffenen mit nahezu 30 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2000 unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung auch Projekte weltweit, vor allem im südlichen Afrika. Bei zahlreichen Benefiz-Aktionen engagieren sich Prominente wie Hannelore Elsner und Hape Kerkeling, der 2007 für sein Engagement mit dem BILD-Medienpreis "Osgar" geehrt wurde.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat in den 1990er Jahren den Veranstaltungstyp der Operngala zugunsten der Stiftung entwickelt. Die erste Benefizgala wurde 1994 in der Deutschen Oper in Berlin veranstaltet. Im Jahr 2006 lasen u.a. Otto Sander und Reinhold Beckmann von Vicco von Bülow (seit 2005 "Schirmherr bei jedem Wetter") zusammengestellte Texte, namhafte Solisten sangen klassische Arien. Tombolas zugunsten HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen, ehrenamtlich tätige Organisatoren und Mitstreiter sowie Sponsoringleistungen zahlreicher Unternehmen verleihen den Galas, die seit 2004 auch in Köln stattfinden, Glanz und Wirkung für den guten Zweck.

Kommunale Stiftungen Münster
Projekt: Leistungsbericht der Kommunalen Stiftungen

Die Stadt Münster verwaltet innerhalb einer eigenständigen Geschäftsstelle seit 1989 zehn überwiegend soziale Stiftungen, mit teilweise sehr alten Wurzeln. Dazu zählt die 1137 erstmals urkundlich erwähnte Stiftung Vereinigte Pfründnerhäuser, eine der ältesten Stiftungen Deutschlands. Die Aufgaben der Stiftungen liegen in der Alten- und Behindertenhilfe, der Jugend- und Familienhilfe, der Förderung bürgerschaftlicher Selbst- und Mithilfe und im Gesundheitswesen. In den letzten Jahren hat sich das Selbstverständnis der städtischen Verwaltung geändert. Beratung für Stifter und auch die Darstellung gegenüber der Öffentlichkeit wird immer bedeutender.

Um die Herausforderung anzugehen, wurde ein Leistungsbericht mit dem Titel: "Das Vermögen, zu gestalten: Kommunale Stiftungen in Münster angefertigt. Der Leistungsbericht erschien erstmalig im Juni 2007 und stellt die Stiftungen vor. Er soll einerseits "Image" für Stiften im Allgemeinen und die Kommunalen Stiftungen im Besonderen transportieren und andererseits das Wirken und die wirtschaftlichen Rahmendaten der Einzelstiftungen darstellen. Gleichzeitig ist der Leistungsbericht als Motivation für zukünftige Stifter gedacht. Nachhaltigkeit kommt bei diesem Bericht besonders zum Tragen, da eine Darstellung in Einzelblättern gewählt wurde. Bei Aktualisierungen müssen so nur einzelne Blätter neugedruckt werden - der Grundstock kann mindestens drei Jahre genutzt werden.

 

Kontakt

Juliane Metzner-Kläring
Projektleiterin KOMPASS

Telefon (030) 89 79 47-82

 
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