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Dokumentation Essen 2010

"Tue Gutes und rede darüber - erst recht wenn etwas schief läuft"

24. November 2010 in den Räumen der Stiftung Mercator in Essen

 

Integrationsförderung durch Stiftungen: Wie können wir aus Fehlern und Misserfolgen lernen? Kulturelle, ethnische und sprachliche Vielfalt gehören im Einwanderungsland Deutschland zur Alltagsrealität. In der öffentlichen Diskussion, auf der politischen Agenda und auch bei Stiftungen ist Integration zu einem wichtigen Thema geworden.

Das dritte „Forum Migration und Integration“ wurde vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator am Mittwoch, den 24. November 2010 in Essen veranstaltet und bot Stiftungen eine Plattform, um aus Erfahrungen in der Integrationsförderung zu lernen und gemeinsam Wege zur Verbesserung zu diskutieren.

Das erste „Forum Migration und Integration“ 2008 gab einen Einblick in die vielfältigen Formen des Engagements sowie erfolgversprechende  Förderzugänge. Das zweite Forum 2010 beschäftigte sich mit dem Thema „Öffnung der Mehrheitsgesellschaft – eine Aufgabe für Stiftungen“. Diskutiert wurde, welche Beiträge Stiftungen zur Öffnung der Mehrheitsgesellschaft leisten können.


Mit dem dritten Forum schlossen wir an diese Diskussionen an und widmeten uns selbstkritisch der Stiftung und ihrer Tätigkeit in der Integrationsförderung. Dabei leitete uns die Frage, welche Optimierungsstrategien aus bisherigen Erfahrungen ableitbar sind.

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Wo und wie muss die Integrationsförderung deutscher Stiftungen optimiert werden? Diese selbstkritische Fragestellung stand im Mittelpunkt des 3. Forums Migration und Integration des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, das in den Räumen der Stiftung Mercator in Essen stattfand. Knapp 50 Mitarbeiter aus über 30 deutschen Stiftungen trugen das Ergebnis der Veranstaltung am 24. November 2010 in Essen zu drei Leitfragen zusammen.

 

Erstens: Bilden Stiftungen selbst die Realität einer kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft ab? Zweitens: Was machen Stiftungen gut, was machen sie weniger gut? Drittens: Was kann der Blick auf die Stiftungsarbeit in anderen Ländern (vor allem die USA) lehren? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden zunächst drei kurze Impulsreferate gehalten.

 

Dr. Gunilla Fincke legte ihren Schwerpunkt auf das "diversity managegent" und forderte eine interkulturelle Öffnung innerhalb von Stiftungen sowie die engere Kooperation mit anderen (u.a. muslimischen) Organisationen, vor allem dann, wenn man glaubhaft im Bereich der Integrationsförderung agieren wolle. Dr. Heike Kahl nannte in ihrem Impuls u.a. die noch zu geringe effektive Kooperation von Stiftungen, sei es untereinander oder mit dem wichtigsten Partner auf dem Feld der Integration, dem Staat. des weiteren lohnt die selbstkritische Evaluierung des Stiftungshandelns in diesem Themenfeld - viele Projekte laufen in Gefahr, Moden zu unterliegen oder nur unzureichend wirksam zu sein. Valerie Bockstette stellte anschauliche Beispiele der Stiftungskooperation aus den USA vor, die, bedingt durch die historisch anders gebaute soziale Infrastruktur viel stärker systemisch als - wie in Deutschland - kompensatorisch arbeiten.


Diese Impulsreferate waren Grundlage für die Diskussionen in zwei Arbeitsgruppen, aus denen schließlich im Plenum konkrete Strategien und Handlungsoptionen entwickelt und diskutiert wurden. Ziel des Forums war und ist es, Erfahrungen und Sichtweisen der Integrationsarbeit auszutauschen und darauf aufbauend Kooperationsmöglichkeiten in der Stiftungsarbeit zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen in die einzelnen Stiftungen getragen werden, dort reifen und beim nächsten Treffen 2011 in konkreten Entscheidungen münden.

 
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Axel Halling

Axel Halling

Projektleiter Stiftungsinitiative Ost
Telefon (030) 89 79 47-57 
Fax (030) 89 79 47-91

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