Eine Veranstaltung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und der Vodafone Stiftung Deutschland
Islam in Deutschland – kaum ein Thema hat in den vergangenen Monaten und Jahren die deutsche Öffentlichkeit mehr bewegt und zum Teil gespalten. Auch im integrationspolitischen Diskurs wird der Islam immer wieder thematisiert, und die Frage, ob die muslimische Religionszugehörigkeit ein grundsätzliches Hindernis für eine erfolgreiche Integration ist, gestellt. Demoskopische Untersuchungen zeigen die Tendenz einer eher ablehnenden Haltung von Teilen der Bevölkerung gegenüber dem Islam in Deutschland. Diese Haltung wird durch teilweise einseitige Medienberichterstattungen zum möglichen Gefahrenpotential „des“ Islam verstärkt.
Das Forum Migration und Integration griff bei seiner jüngsten Veranstaltung das Thema „Islam“ auf und fragte nach seiner Rolle in den Aktivitäten deutscher Stiftungen im Kontext der Integrationsförderung. Wenn sich Integration in erster Linie in gleichberechtigter und selbstbestimmter Teilhabe an Bildung, Arbeit und gesellschaftlichem Leben vollzieht, welche Bedeutung kommt dann der Religionszugehörigkeit zu? Welche Zuschreibungen und Kulturalisierungen prägen Debatten, und wie gehen Stiftungen damit um? Wie kann es gelingen, und was tragen Stiftungen dazu bei, dass der Prozess der Beheimatung des Islam in Deutschland gelingt?
Das vierte Forum Migration und Integration des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ging diesen Fragen nach. Im ersten Teil der eintägigen Veranstaltung diskutierten Experten aus Wissenschaft, Medien und der Stiftungswelt die Entwicklung der Wahrnehmung des Islam in Deutschland, vor allem auch in den Medien und daraus folgende mögliche Konsequenzen für in der Integrationsförderung tätige Stiftungen. Der zweite Teil der Veranstaltung gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der muslimischen Dachorganisationen zu Möglichkeiten und Herausforderungen der Kooperation auszutauschen. In drei Arbeitsgruppen befassten sich die Gäste anschließend näher mit Aspekten dieser Thematik und diskutierten Erfahrungen und mögliche gemeinsame Lösungsansätze.