Betreff: Corporate Social Responsibility
Zum anderen birgt die eigene Stiftung Vorteile. Erstens kann die Firma ihre CSR-Aktivitäten auf diese Weise bündeln. Fleisch: "Das Unternehmen verzettelt sich also nicht mit diversen sozialen Projekten." Zweitens hilft das Vehikel Stiftung dem Unternehmen, sich auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten sozial zu engagieren. "Ein Konzern kann in Zeiten, da Mitarbeiter entlassen werden, das Spenden für das Gemeinwohl nicht immer durchhalten. Über eine separate Stiftung ist die Nachhaltigkeit des Gemeinwohl-Engagements auch in schwierigen Zeiten gesichert", fügt Hans Fleisch hinzu. Und drittens kann das positive Image der Stiftung dauerhaft und glaubwürdig auf das Unternehmen abfärben. Fleisch: "Wichtig ist, dass sich ein Akteur nur um die Stiftung kümmert und dies eine gewisse Selbstständigkeit hat. Die Arbeit sollte nicht in der Marketingabteilung untergehen, sonst nimmt die Öffentlichkeit die Stiftung als bloßes Marketinginstrument wahr."
"Begabten Nachwuchs fördern", von Christina Anastassiou, Die Welt, 27. März 2009
Betreff: Stipendienvergabe durch Stiftungen
Die Auswahl an Institutionen, die Stipendien vergeben, ist dagegen geradezu riesig. "Insgesamt gibt es hierzulande rund 2200 Stiftungen, die wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs fördern", sagt Katrin Kowark vom Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin. Einen Großteil der Stipendien vergeben elf große Begabtenförderungswerke, die unter anderem mit Mitteln vom BMBF finanziert werden.
"Nicht nur etwas für Streber", Schweriner Volkszeitung, 24. März 2009
Betreff: Warum Prominente stiften
"Prominente engagieren sich oft aus persönlicher Betroffenheit", sagt BDS-Sprecherin Katrin Kowark. Dies trifft auch auf die Gerald-Asamoah-Stiftung zu, die herzkranke Kinder unterstützt, weil für den Schalker Fußballer ein Herzfehler fast das Karriereaus bedeutet hätte. [...] "Stifter wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben", erklärt Kowark. Im Gegensatz zu Spenden könnten sie so genau regeln, wofür ihr Geld ausgegeben wird.
"Tue Gutes, und rede darüber", von Hannah Cosse, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 19. März 2009
Betreff: Auftakt der Kampagne "Geben gibt."
Wer anderen hilft, lebt fünf bis sieben Jahre länger als der Durchschnitt. Für Eckart von Hirschhausen, der dieses Ergebnis einer Studie gestern beim Auftakt der Kampagne "Geben gibt" im Haus der Bundespressekonferenz erwähnte, gibt es daraus nur einen Schluss. "Statt Aspirin müssten die Ärzte viel öfter ein Ehrenamt verschreiben." Der Arzt, Bestsellerautor und Kabarettist hat selber die Stiftung "Humor hilft heilen" gegründet.
"Ehrenamt statt Aspirin: Helfer leben länger", von Elisabeth Binder, der Tagesspiegel, 13. März 2009
Betreff: Stiftungswesen mit guten Rahmenbedigungen
"Im 21. Jahrhundert ist nicht nur das deutsche, sondern das europäische Stiftungswesen in eine neue Blütezeit eingetreten", sagt Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Zu Ehren eines der größten Stifter in der Geschichte, des Augsburger Kaufmanns Jakob Fugger, trifft Fleisch sich heute in Augsburg mit einer ganzen Reihe großer Stifter unserer Zeit zum "Stiftungssymposium". Seitdem das "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" 2007 das Spendenrecht vereinfacht hat, haben sich viele auch dank großer steuerlicher Anreize für Stiftungsgründungen entschieden. "Steuerrechtlich ist Deutschland jetzt nah am Optimum", sagt Fleisch, nur "einige kleinere Abrundungen" in der Gesetzgebung würde er sich noch wünschen.
"Stiftungswesen in der Blütezeit", von Karin Seibold, Augsburger Allgemeine, 06. März 2009
Betreff: Expertenanhörung im Bundestag
Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, Wilhelm Krull, stellte fest, dass viele größere Stiftungen bereits in diesem oder nächsten Jahr Einsparungen vornehmen werden. Bereits zugesagte Projekte seien davon aber nicht betroffen. Projekte mit längeren Laufzeiten hätten angesichts der Krise schlechtere Chancen. Krull sagte, freischaffende Künstler müssten sich stärker als bisher mit ihrer wirtschaftlichen Situation auseinandersetzen und hätten dabei weniger Zeit für das Ausüben ihrer Kunst. Er appellierte an die Stiftungen, in dieser Situation zunehmend auch einzelne Künstler durch Preise und Stipendien zu unterstützen.
"Experten warnen vor Auswirkungen der Finanzkrise auf den Kultursektor", epd, 04. März 2009
Betreff: Stifterland Bayern in Augsburg
Wohltätigkeit liegt im Trend. "Deutschland entwickelt sich zunehmend zum Land der Stifter und Schenker", schreibt Simone Thaler von der Initiative "Stifterland Bayern". Die Initiative tourt seit einem Jahr durch den Freistaat, um für bürgerschaftliches Engagement zu werben. Ab Freitag macht sie im Augsburger Rathaus Station. Dort wird in einer umfangreichen Ausstellung zu sehen sein, was Stiftungen in Bayern alles leisten.
"Eine Stadt zeigt sich spendabel" von Eva Maria Knab, Augsburger Allgemeine, 04. März 2009
Betreff: Stiftende Spitzensportler
[...] Die Sportler wissen, dass sich ihre Bekanntheit bestens zum Spendensammeln eignet. Doch erst vor kurzem haben sie Stiftungen als Mittel der Wahl entdeckt. "Die Häufung in letzter Zeit ist wirklich auffällig", sagt der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (BDV), Hans Fleisch. "Das liegt daran, dass sich viele Sportler untereinander kennen. Außerdem bemühen sich die Berater, den Athleten klarzumachen, dass sie etwas der Gesellschaft zurückgeben müssen." [...]
"Die DFL zeigt sich von ihrer weichen Seite", von Ingmar Höhmann, Handelsblatt, 09. März 2009
Betreff: Start der Kampagne "Geben gibt."
Zur Stärkung des freiwilligen Engagements in Deutschland haben mehrere gemeinnützige Dachverbände gestern eine bundesweite Kampagne gestartet. Unter dem Motto ,,Geben gibt" sollen in den kommenden Jahren das Ansehen der ehrenamtlichen Helfer verbessert und weitere Freiwillige gewonnen werden. Das teilte das Bündnis für Engagement in Berlin mit. Außerdem soll es künftig den ,,Deutschen Engagementpreis" geben, der Ende des Jahres erstmals an Freiwillige und deren Unterstützer verliehen werden soll.
"Kampagne für mehr soziales Engagement", Aachener Nachrichten, 13. März 2009