Sarah Wiener und Alfred Biolek im Gespräch mit Parlamentariern
Berlin, 13. November 2007. Ganz besondere Rezepte haben Alfred Biolek und Sarah Wiener beim Treffen des Parlamentarischen Beirats im Bundesverband Deutscher Stiftungen heute im Eugen-Gutmann-Haus der Dresdner Bank verraten. Die beiden Köche und Stifter aus Leidenschaft stellten den Bundestagsabgeordneten und Vertretern des Stiftungswesens ihr Rezept für eine erfolgreiche Stiftungsidee vor.
"Wie in der Küche für eine gelungene Speise, ist Kreativität auch für die effektive Lösung von gesellschaftlichen Problemen besonders wichtig. Gerade Stiftungen können hier durch gute Ideen und flexible Methoden viel erreichen", ist Alfred Biolek überzeugt, der im Oktober 2005 die "Alfred-Biolek-Stiftung Hilfe für Afrika" ins Leben gerufen hat.
Sarah Wiener, die unter anderem mit Alfred Biolek gerade die "Sarah Wiener Stiftung - Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen" gründet, ist sich sicher: "Die Folgen ungesunder Ernährung sind ein ernst zu nehmendes Problem unserer Gesellschaft. Mit meiner Stiftung möchte ich vor allem bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für eine gesündere Lebensweise schaffen."
Der Parlamentarische Beirat, der sich bereits zum zweiten Mal traf, wurde im Februar 2007 gegründet und möchte die Kommunikation und die Kooperation zwischen Politik und Stiftungswesen unterstützen. "Die Parlamentarier können aus ihrer täglichen Arbeit einen wichtigen Einblick in die gesellschaftlichen Probleme vermitteln. Sie wissen, wo akuter Handlungsbedarf besteht und wo neue Stiftungsgründungen einen hilfreichen Beitrag leisten können. Dieses Wissen fruchtbar zu machen und die Kommunikation zwischen dem Staat und dem Stiftungswesen zu verbessern, ist eine Bereicherung für die Stiftungslandschaft und damit für die gesamte Gesellschaft", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Dr. jur. Ulrich Bopp.
Von den rund 15.000 Stiftungen in Deutschland wurden über die Hälfte in den letzten 10 Jahren gegründet. Rückwirkend zum 1. Januar 2007 sind durch das "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" steuerliche Erleichterungen insbesondere für Stiftungen in Kraft getreten. Ein weiterer Aufschwung im Stiftungswesen wird erwartet.