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Stiftungen in Deutschland - vom Sozialen hin zur Kunst

 

Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen zieht Bilanz

 

Vom 15. und 16. November 2007 trifft sich der Arbeitskreis Kunst und Kultur im Bundesverband Deutscher Stiftungen im Museum Frieder Burda in Baden-Baden. 40 Vertreter deutscher Kunst- und Kulturstiftungen werden sich an diesen beiden Tagen der Frage widmen "Was leitet uns?" und Strategien zur Kulturförderung und Gemeinwohlorientierung diskutieren. Zu den Referenten zählen Frieder Burda, Gründer der gleichnamigen Stiftung und Gastgeber der Tagung, Hans-Joachim Frey, Generalintendant  des Theaters Bremen sowie die Konzeptkünstlerin Antje Schiffers.


"In der Gesellschaft und in der Politik ist die Einsicht gewachsen, dass Kunst und Kultur über ihren Eigenwert hinaus auch wichtige gesellschaftliche Impulse geben können. Die viel diskutierten Fragen der Wertevermittlung und der Integration sind eng damit verbunden. Kulturstiftungen sind im Prozess der Kulturvermittlung und beim Erproben neuer Ansätze wegweisend", sagt Dr. Dominik von König, Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen und Leiter des Arbeitskreises Kunst und Kultur.

Auch Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, weiß um die gestiegene Bedeutung dieses Stiftungssegmentes: "Kunst- und Kulturstiftungen sind in der deutschen Stiftungslandschaft seit den achtziger Jahren auf dem Vormarsch. Privatleute und Unternehmen haben Bedarf entdeckt: die Kultur gewinnt als Stiftungszweck an Bedeutung. Sie können aber nicht die Aufgabe des Staates - die kulturelle Grundversorgung - übernehmen."

 

Die Zahl der neugegründeten Stiftungen, die sich den Themen Kunst und Kultur annehmen, hat sich innerhalb von nur 20 Jahren verdoppelt. In den Jahren 1961 bis 1970 hatten sich nur neun von hundert Stiftungen der Kunst- und Kulturförderung verschrieben, schon zwei Dekaden darauf war es fast jede fünfte Stiftung. Soziale Stiftungen hingegen werden deutlich weniger gegründet: In den fünfziger Jahren waren noch 38 Prozent aller neugegründeten Stiftungen sozialer Natur, in den achtziger Jahren nur noch 25 Prozent. Am 21. September 2007 hat der Bundestag das "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements", das steuerliche Erleichterungen für Stifter und Stifterinnen ermöglicht, verabschiedet. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen rechnet durch die Novelle mit einer Vervierfachung der Stiftungszahlen binnen einer Generation.


Der Dachverband vertritt gemeinwohlorientierte Stiftungen aller Rechtsformen in Deutschland. Dem Verband sind unmittelbar bzw. über Stiftungsverwaltungen mehr als 6.000 deutsche Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden.

 

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