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Stifter in den Startlöchern

Berlin, 20. September 2007.

Am morgigen Freitag verabschiedet der deutsche Bundesrat das "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements". Zuwendungen an Stiftungen können rückwirkend zum 1. Januar 2007 bis zu einer Höhe von einer Million Euro pro Ehepartner alle zehn Jahre steuerlich angerechnet werden.

 

"Verantwortung statt Ignoranz, Solidarität statt Egoismus, Gemeinsinn statt Eigensinn - das ist die Kraftquelle aller Stiftungen. Durch das Gesetz möchten wir unsere Hochachtung gegenüber Mäzenen manifestieren", so Bundesfinanzminister Peer Steinbrück im Pressegespräch mit Florian Langenscheidt und Ronald Klausing. Die beiden künftigen Stifter stehen mit ihren Stiftungsinitiativen stellvertretend für etwa 900 Stiftungen, die jährlich gegründet werden.

 

Verleger und Buchautor Florian Langenscheidt und seine Frau Gabriele Quandt-Langenscheidt initiieren neben ihrem 1994 gegründeten Verein CHILDREN FOR A BETTER WORLD eine gleichnamige Stiftung. Beide stiften zur Gründung - ganz wie das Gesetz es nahelegt - eine Million Euro. "Wir wissen alle aus Erfahrung, dass private Hilfe weitaus effizienter und menschlicher ist als die des Staates. Dieser Verantwortung wollen wir uns stellen. Gemeinsam können wir über unsere Lebensspanne hinaus etwas Großartiges auf die Beine stellen: eine Stiftung für jene, die es am meisten brauchen", sagte Florian Langenscheidt. Damit weitere Millionen folgen, wird das Ehepaar am Tag nach der Bundesratentscheidung 150 wohlhabende Menschen in Deutschland anschreiben und um Zustiftungen bitten. Auch der Unternehmer und ehemalige Bergmann Ronald Klausing aus Sachsen-Anhalt ist bereits jetzt ein engagierter Mäzen. Nun plant er einen Teil seines Vermögens, das er in der Immobilienbranche verdient hat, in eine gemeinnützige Stiftung für benachteiligte Kinder und Familien einzubringen.

 

"In der Vergangenheit wurden viele kleine Stiftungen gegründet; Stiftungen brauchen für eine nachhaltige Arbeit aber ein solides Grundvermögen. Jetzt kann in alte und neue Stiftungen mehr Stiftungskapital fließen, da auch höhere Zuwendungen steuerentlastend wirken. Die Beispiele von Langenscheidt und Klausing zeigen, dass das Gesetz dazu motiviert", lobte Fritz Brickwedde, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, die Reform. Er erwarte eine Vervierfachung der Stiftungszahlen binnen der nächsten 25 Jahre, sagte Brickwedde.

 

"In der Vergangenheit wurden viele kleine Stiftungen gegründet; Stiftungen brauchen für eine nachhaltige Arbeit aber ein solides Grundvermögen. Jetzt kann in alte und neue Stiftungen mehr Stiftungskapital fließen, da auch höhere Zuwendungen steuerentlastend wirken. Die Beispiele von Langenscheidt und Klausing zeigen, dass das Gesetz dazu motiviert", lobte Fritz Brickwedde, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, die Reform. Er erwarte eine Vervierfachung der Stiftungszahlen binnen der nächsten 25 Jahre, sagte Brickwedde.

 

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Anke Pätsch
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