Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard erhält Deutschen Stifterpreis 2007
Bundesfinanzminster Peer Steinbrück überreichte gemeinsam mit Dr. Fritz Brickwedde, dem Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, den Deutschen Stifterpreis an Prof. Christiane Nüsslein-Volhard. Die einzige deutsche Nobelpreisträgerin hat im Jahr 2004 die Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung zur Förderung junger Mütter in der Spitzenforschung gegründet.
Jährlich unterstützt die mit einem Kapital von 511.000 Euro ausgestattete Stiftung 18 begabte Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen der experimentellen Naturwissenschaften oder Medizin. Mit einem Zuschuss von monatlich 400 Euro für Hilfe im Haushalt und zusätzliche Kinderbetreuung werden Forscherinnen von häuslichen Aufgaben befreit. Die Stiftung verhindert so, dass der Wissenschaft durch familienunfreundliche Rahmenbedingungen weibliche Talente verloren gehen.
„Mit unserer Stiftung möchten wir nicht nur dort praktisch helfen, wo die Zeitnot den wissenschaftlichen Fortschritt einer Mutter zu ersticken droht, sondern auch Mut machen und das Signal setzen, dass es in Ordnung ist, auch als Mutter zu forschen und sich der Karriere, und damit einer Investition in die Zukunft zu widmen“, so Nüsslein-Volhard in ihrer Ansprache.
Bundesfinanzminister Steinbrück würdigte das private Engagement der Stifterin und der vielen anderen Mäzene in Deutschland: „Es ist ein gesellschaftlich kaum bemerkter und noch immer unterschätzter Glücksfall für unser Land, dass wir seit einigen Jahren einen regelrechten Boom bei den Stiftungsgründungen erleben.“