Suche
Suche


Christiane Nüsslein-Volhard erhält Stifterpreis

Philanthropin und Naturwissenschaftlerin ebnet Müttern den Weg in die Spitzenforschung

 

Berlin, 17. Januar 2007. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen wird die Nobelpreisträgerin Professor Dr. Christiane Nüsslein-Volhard mit dem Deutschen Stifterpreis 2007 ehren. Die renommierte Auszeichnung überreichen der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Dr. Fritz Brickwedde, und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück der Wissenschaftlerin während des Deutschen StiftungsTages am 11. Mai 2007 in Lübeck. Nach Eske Nannen erhält Nüsslein-Volhard als zweite Frau den Preis, den der Dachverband der Stiftungen seit 1994 verleiht.
 

Die Auszeichnung würdigt auch das zunehmende stifterische Engagement von Frauen. Fast ein Drittel aller Stiftungen werden allein von Frauen gegründet, bei einem weiteren Drittel sind Frauen an der Stiftungsgründung beteiligt. Noch vor 20 Jahren verhielt es sich umgekehrt: Stiftungen wurden zu zwei Dritteln ausschließlich von Männern errichtet.

 

"Die Leistung der Stifterin Christiane Nüsslein-Volhard ist ein ermutigendes Vorbild. Sie zeigt, wie die im Vergleich zu männlichen Altersgenossen geringeren Chancen jüngerer Frauen im Wissenschaftsbetrieb ausgeglichen werden können", sagte Karoline Beck-Krämer, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes und Vorsitzende der Findungskommission des Stifterpreises.

 

Zur Stiftung: Im Jahr 2004 wurde die Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung errichtet. Begabten Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen in einem Fach der experimentellen Naturwissenschaften oder der Medizin mit Kindern werden mittels finanzieller Unterstützung Freiheit und Mobilität für ihre wissenschaftliche Karriere geboten. Die Wissenschaftlerinnen erhalten zum Beispiel Zuschüsse für Kinderbetreuung. Die Stiftung verhindert so, dass durch familienunfreundliche Rahmenbedingungen der Wissenschaft Talente verloren gehen. Die Stiftung hat ein Vermögen von 511.000 Euro.


Zur Person: Die 1942 in Magdeburg geborene Wissenschaftlerin ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Sie wurde 1995 (gemeinsam mit Edward B. Lewis und Eric F. Wieschaus) mit dem Nobelpreis für Medizin für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung ausgezeichnet. Damit gehört sie zu dem kleinen Kreis der 33 Frauen, die bisher mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, und zudem zu den wenigen deutschen Nobelpreisträgern der letzten Jahrzehnte.

 

Kontakt

Anke Pätsch

Anke Pätsch
Mitglied der Geschäftsleitung
Leiterin Medien & Kommunikation
Pressesprecherin
Telefon (030) 89 79 47-27
Mobil (0172) 380 38 18
Fax (030) 89 79 47-71

Katrin Kowark

Katrin Kowark
stellvertretende Pressesprecherin
Telefon (030) 89 79 47-77
Mobil (0176) 240 245 49
Fax (030) 89 79 47-71

Timon M. Pohl
Referent Medien & Kommunikation
Telefon (030) 89 79 47-70
Fax (030) 89 79 47-71

Carolin Regler
Volontärin Medien & Kommunikation
Telefon (030) 89 79 47-83

Andrea Jarske
Assistentin Medien & Kommunikation
Telefon (030) 89 79 47-39
Fax (030) 89 79 47-71

 
 
© 2012 Bundesverband Deutscher Stiftungen