Berlin, 1. Oktober 2007. Anlässlich des Tages der Bürgerstiftungen am 1. Oktober gibt die Initiative Bürgerstiftungen ihre neuesten Umfrageergebnisse bekannt: Deutschlandweit gibt es seit Beginn der 10 jährigen Bewegung 133 Gütesiegel-Bürgerstiftungen, in die 10.000 Stifter ihr privates Geld eingebracht haben. Die Gruppe der Bürgerstifter ist damit eine der größten Stiftergruppen überhaupt. Die Arbeit dieser politisch und konfessionell unabhängigen Stiftungen wird vor allem von Ehrenamtlichen gestemmt, die alleine im letzten Jahr mehr als 200.000 Arbeitsstunden geleistet haben. Das aktuelle Stiftungskapital der Bürgerstiftungen beträgt rund 75 Millionen Euro.
In Bürgerstiftungen kommen Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen zusammen, um gemeinsam etwas für ihre Stadt oder ihren Landkreis zu tun. Das Besondere ist, dass sich ihr Engagement nicht auf einen Stiftungszweck verengt, sondern verschiedene gemeinnützige Bereiche gefödert werden: Die Schwerpunkte der Förderarbeit liegen auf den Themen Jugend, Soziales, generationenübergreifende Projekte und Bildung. Zu den wichtigsten Merkmalen einer Bürgerstiftung gehört aus Sicht der Stifter die politische Unabhängigkeit sowie die von kommunalen Strukturen, der regionale Bezug, die Offenheit für Zukunftsthemen und die Flexibilität der eigenen Arbeit, so eine Umfrage im Stiftungsreport 2007 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Die Initiative Bürgerstiftungen ist die unabhängige und zentrale Anlauf - und Beratungsstelle für Bürgerstiftungen und Gründungsinitiativen in Deutschland. Sie berät und koordiniert die Arbeit des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Die drei Schwerpunkte sind die Vernetzung der Bürgerstiftungen untereinander, die Professionalisierung der bestehenden Bürgerstiftungen sowie die Verbreitung der Idee der Bürgerstiftung.