"Journalisten, die für die Kinderrechte eintreten, nehmen ihren Auftrag für die Meinungsbildung ernst und zeigen Zivilcourage“, meint Ulrich Wickert. „In vielen Regionen der Welt leiden Mädchen und Jungen unter Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung. Dieses Unrecht aufzudecken und bekannt zu machen, ist nicht leicht, aber wichtig. Denn Medienbeiträge wirken oft als Katalysatoren für eine positive Entwicklung und helfen, die Lebenssituation von Mädchen und Jungen zu verbessern. Der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte ist Dank und Anerkennung für diese Leistungen."
Siegerin des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte (National) ist die freie Autorin Carolin Emcke. Sie überzeugte die hochkarätige Jury mit ihrer Reportage „Der lange Weg zur Gerechtigkeit“. Darin schildert sie eindrucksvoll die Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt an Mädchen in einem Dorf in Kenia. Die freie Journalistin Patience Chiyangwa erhält für „Case Study from Childline Zimbabwe“ den Preis in der Sparte International. Sie beschreibt, wie die 13-jährige Rudo nach dem Tod ihrer Schwester zur Frau des älteren Schwagers wird. Dieser schlägt und missbraucht sie, bis ein Nachbar eingreift.
Mit einem Sonderpreis wird das Medienprojekt "Girls Making Media" von Plan in Westafrika ausgezeichnet. Die Jugendlichen setzen sich mit den Rechten und der Benachteiligung von Mädchen auseinander und klären mit ihren Medienbeiträgen Gleichaltrige und Familien in ihren Regionen auf – ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung. Auf dem von Plan initiierten UN-Mädchentag am 11. Oktober 2012 in Berlin werden die drei Gewinner ausgezeichnet.
Der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. Eingereicht wurden 116 Beiträge aus Print- oder Onlinemedien, Hörfunk und Fernsehen aus 25 Ländern. Neben Ulrich Wickert und Markus Lanz (ZDF) sind Karl Günther Barth (Hamburger Abendblatt), Marko Brockmann (Radijojo), Karen Heumann (kempertrautmann), Brigitte Huber (Brigitte / brigitte.de), Christoph Lanz (Deutsche Welle), Paul-Josef Raue (Thüringer Allgemeine) sowie Dr. Werner Bauch (Plan Deutschland) Mitglieder der Jury.
Ulrich Wickert unterstützt die Projekte und Kampagnen der Kinderrechtsorganisation Plan seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung im Plan Stiftungszentrum. Sie vergibt seit 2012 alljährlich den Journalistenpreis für Berichte und Reportagen, die in herausragender Weise auf die Kinderrechte und insbesondere auf die Situation von Mädchen aufmerksam machen.
Mädchen werden weltweit in vielen Bereichen diskriminiert. Sei es in der Familie, der Schule oder später im Berufsleben. Der Internationale Mädchentag weist auf diese Benachteiligung und Ungerechtigkeit hin. Sie sollen ihre Rechte wahrnehmen und ihr volles Potential entfalten können, um so als Vorbilder zu fungieren. Starke Mädchen können Veränderungen anstoßen und sind wichtig für die Entwicklung einer jeden Gemeinde.
Herzlich laden wir Sie dazu ein, dabei zu sein. Anlässlich des Internationalen Mädchentags finden weltweit Veranstaltungen statt. Im Sony-Center in Berlin wollen wir gemeinsam mit Ihnen am 11. Oktober um 11:45 Uhr diesen besonderen Tag feiern und ein Zeichen setzen. Eine besondere Aktion mit Robeat, dem deutschen Vizemeister im Beatboxen, und der Schauspielerin Amber Bongard zeigt auf: Zusammen setzen wir uns für die Rechte der Mädchen ein.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Mehr Information zum Journalistenpreis finden Sie auf
www.ulrich-wickert-stiftung.de oder rufen Sie gerne das Plan Stiftungszentrum unter 040 – 611 40 170 an.
Umfassende Information zum Internationalen Mädchentag finden Sie unter
www.biaag.de.